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15.03.2012

12:59 Uhr

Gewinn gesteigert

VW-Bank nutzt Schwung des Autobauers

Die Finanztochter von VW konnte sich in den schwierigen Verhältnissen auf den Finanzmärkten behaupten. Der Gewinn wurde leicht erhöht, die Unsicherheiten aber bleiben. Beim EZB-Angebot wurde eifrig zugegriffen.

Die VW-Tochter profitiert vom guten Geschäft des Autoherstellers. dpa

Die VW-Tochter profitiert vom guten Geschäft des Autoherstellers.

Frankfurt/BraunschweigMit Europas größtem Autobauer im Rücken hat der Volkswagen-Finanzdienstleister 2011 trotz Krise beste Ergebnisse erwirtschaftet. Auch wenn die kräftigen Steigerungsraten des Vorjahres nicht mehr erreicht wurden, erhöhte sich sowohl der Gewinn sowohl vor als auch nach Steuern erneut, wie die Volkswagen Financial Services AG aus Braunschweig mitteilte.

„Das Vertrauen der Investoren in die Volkswagen Financial Services AG und in den Namen Volkswagen ist weiterhin überragend“, sagte Vorstandschef Frank Witter. Für 2012 und 2013 stellte Witter ein Ergebnis „in etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres“ in Aussicht. Die schwelende Euro-Schuldenkrise werde „weiter für erhebliche Unsicherheiten sorgen“, im wichtigen Automarkt Europa sei zumindest in diesem Jahr mit rückläufigen Absatzzahlen zu rechnen. Daher sei „Optimismus mit Augenmaß“ angesagt.

Im vergangenen Jahr standen vor Steuern 933 (Vorjahr: 870) Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich waren es 658 (623) Millionen Euro. Davon wurden 512 Millionen Euro an die Volkswagen AG als Alleinaktionärin abgeführt.

Die Finanzsparte von Volkswagen hat sich Ende Februar zu günstigen Zinsen zwei Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB) besorgt. Finanzvorstand Frank Fiedler sagte am Donnerstag in
Frankfurt, Volkswagen Financial Services habe bei dem zweiten Dreijahres-Tender ABS-Verbriefungen als Sicherheiten dafür hinterlegt. Die EZB hatte insgesamt 530 Milliarden Euro an Krediten zum Zinssatz von einem Prozent vergeben, um die Refinanzierung der Banken zu verbessern, die sich in der Euro-Krise gegenseitig kaum mehr Geld leihen. Mehr als 400 deutsche Banken hatten dabei insgesamt 42 Milliarden Euro abgegriffen, darunter viele kleinere Institute.

Für den Autoriesen war 2011 insgesamt ein Rekordjahr. Rund ein Drittel ihres Refinanzierungsbedarfs deckt Volkswagen Financial Services über Kundeneinlagen ab. Die inzwischen fast 1,1 Millionen Kunden (plus 8,0 Prozent zum Vorjahr) der Volkswagen Direktbank legten die Rekordsumme von 23,8 Milliarden Euro (plus 18,2 Prozent) an. Für das Kerngeschäft - Kredite, Leasing und Versicherung - besorgte sich Volkswagen Financial Services Ende Februar zudem zwei Milliarden Euro billiges Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB).

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