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29.10.2015

11:36 Uhr

Gewinn vervierfacht

Guter Sommer für Air France-KLM

Die durch Pilotenstreiks angeschlagene Air France-KLM reduziert ihren Verlust der vergangenen Monate deutlich. Der Umsatz steigt, der operative Gewinn vervierfacht sich sogar. Doch neue Arbeitskämpfe drohen.

Der Sommer verlief gut für Air France-KLM dpa

Französisch-niederländische Fluggesellschaft

Der Sommer verlief gut für Air France-KLM

ParisDie im Streit um neue Sparpläne steckende Fluggesellschaft Air France-KLM hat ihren Verlust deutlich reduziert. Unter dem Strich stand in den ersten neun Monaten ein Minus von 158 Millionen Euro, eine Verbesserung um 375 Millionen Euro im Vergleich zum vergangenen Jahr. Dies ist vor allem einem stark gestiegenen Gewinn im dritten Quartal zu verdanken, das im Vorjahr von einem teuren Pilotenstreik geprägt war.

Die Verbesserung reiche aber nicht, um den Rückstand bei der Wettbewerbsfähigkeit aufzuholen, teilte Konzernchef Alexandre de Juniac am Donnerstag in Paris mit. Das Unternehmen hatte den Abbau von bis zu 2900 Stellen bei der französischen Sparte angekündigt, falls die Mitarbeiter nicht doch noch längeren Arbeitszeiten zustimmen.

Air France-KLM steckt seit Jahren in den roten Zahlen und leidet unter einem Schuldenberg von 4,3 Milliarden Euro. Operativ schrieb der Lufthansa-Konkurrent von Januar bis September schwarze Zahlen, das Betriebsergebnis stand mit einem Plus von 666 Millionen Euro in den Büchern. Niedrige Kerosinpreise und eine starke Nachfrage im Sommer hätten dazu beigetragen, so de Juniac. Der Umsatz stieg um 5,4 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Der Konzern ist seit Jahren auf Sparkurs, tausende Jobs sind schon gestrichen worden. Das Unternehmen hatte im September Verhandlungen mit den Piloten der französischen Sparte über längere Arbeitszeiten für gescheitert erklärt und stattdessen die Stellenstreichungen angekündigt. Das Air-France-Langstreckengeschäft soll zusammengestrichen werden, 1000 Jobs schon im kommenden Jahr wegfallen.

In die Schlagzeilen kam der Konflikt, als wütende Mitarbeiter am Rande einer Betriebsratssitzung den Personalchef attackierten. Inzwischen gibt es aber wieder Kontakte zwischen Management und Gewerkschaften, die den Kurs heftig kritisieren.

Von

dpa

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