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29.07.2014

15:53 Uhr

Gewinneinbruch

UPS kürzt Prognose

Der Paketdienst UPS hat seinen Ausblick für 2014 gekürzt. Hohe Pensionsverpflichtungen und Investitionen in sein Zustellnetz machen dem US-Konzern zu schaffen. Das Unternehmen kann allerdings auch Positives vermelden.

Die Investitionen von UPS treiben zwar die Kosten in diesem Jahr in die Höhe, sollen sich in Zukunft aber auszahlen. ap

Die Investitionen von UPS treiben zwar die Kosten in diesem Jahr in die Höhe, sollen sich in Zukunft aber auszahlen.

DüsseldorfDem weltgrößten Paketdienst UPS machen hohe Pensionsverpflichtungen und teure Investitionen in sein Zustellnetz zu schaffen. Der Gewinn sei im abgelaufenen Quartal unter dem Strich auf 454 Millionen US-Dollar (338 Millionen Euro) von 1,07 Milliarden Dollar im Vorjahr eingebrochen, teilte der scheidende UPS-Chef Scott Davis am Dienstag mit.

Unter anderem trübten Pensionsaufwendungen von 665 Millionen Dollar die Bilanz. Zudem will der Konzern, der noch im Weihnachtsgeschäft mit Lieferengpässen in seinem Heimatmarkt kämpfte, Geld für die Erweiterung der Zustell-Kapazitäten in den USA locker machen. Davis kürzte daher den Ausblick für 2014. Die Investitionen trieben zwar die Kosten in diesem Jahr in die Höhe, dürften sich in Zukunft aber auszahlen, erklärte UPS.

Die Anleger reagierten enttäuscht: Anteilsscheine des Deutsche-Post -Rivalen verloren im vorbörslichen Handel 3,2 Prozent. Dabei konnte Davis mit Blick auf den Umsatz auch Positives vermelden. Dank des anhaltenden Boom des Online-Handels kletterten die Erlöse des Branchenprimus, allein im US-Heimatmarkt legte der Umsatz um 5,2 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar zu. Und auch aus Europa vermeldete UPS Zuwächse.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

UPS steht an der Konzernspitze vor einem Stabswechsel: Neuer Chef des US-Konzerns soll der 58-jährige David Abney werden. Er soll ab September Davis als Vorstandsvorsitzenden ablösen, wie UPS bereits mitgeteilt hatte. Er wird der elfte UPS-Chef in der 107-jährigen Geschichte des Traditionskonzerns.

Von

rtr

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