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18.12.2013

14:44 Uhr

Gewinnsprung

FedEx verdient mehr an Paketen

Ein erfolgreiches Sparprogramm gepaart mit dem einträglichen Vorweihnachtsgeschäft sorgen bei FedEx für Festtagsstimmung. Der Logistikkonzern hat 14 Prozent mehr verdient als im Vorjahr.

Das Paketgeschäft lohnt sich für FedEx: Die aktuellen Bilanzzahlen sind äußerst positiv. ap

Das Paketgeschäft lohnt sich für FedEx: Die aktuellen Bilanzzahlen sind äußerst positiv.

MemphisEin einträgliches Paketgeschäft hat dem Post-Rivalen FedEx kurz vor Weihnachten die Kasse gefüllt. Der US-Konzern verdiente in seinem zweiten Geschäftsquartal von September bis Ende November unterm Strich 500 Millionen Dollar (363 Mio Euro) und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das laufende Sparprogramm zahle sich aus, erklärte Finanzchef Alan Graf am Mittwoch am Firmensitz in Memphis. So hatte FedEx die Sprit- und Wartungskosten für seine Flugzeuge und Transporter senken und die Gehälter stabil halten können. Gleichzeitig stieg der Umsatz um drei Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar.

FedEx rechnet nun auch für das gesamte Geschäftsjahr mit einem noch höheren Gewinn. Dazu dürften auch Preiserhöhungen beitragen, die Anfang Januar in Kraft treten. So werden Pakete je nach Versandart im Schnitt zwischen vier und fünf Prozent teurer, wie FedEx bereits angekündigt hatte.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

Logistikfirmen wie FedEx, UPS oder die Deutsche Post DHL gelten als Konjunkturbarometer, weil sie für alle Branchen und für Privatleute arbeiten. Die US-Anbieter hatten mit Sparprogrammen auf den Trend reagiert, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu günstigen Versandarten statt dem teuren Expressversand greifen.

Von

dpa

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