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19.05.2011

12:31 Uhr

Gewinnsprung

Luxusboom beflügelt Richemont

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat von einer starken Nachfrage auf dem asiatischen und nordamerikanischen Markt profitiert. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen einen satten Gewinnzuwachs verzeichnen.

Cartier und Co. haben Richemont ein starkes Ergebnis beschert. Quelle: ap

Cartier und Co. haben Richemont ein starkes Ergebnis beschert.

ZürichEine starke Nachfrage nach Luxusgütern in Asien und Nordamerika hat dem Uhren- und Schmuckhersteller Richemont zu einem Gewinnsprung verholfen. Allerdings konnte der Schweizer Konzern die hohen Erwartungen der Analysten nach den zuletzt starken Unternehmensergebnissen aus der Luxusgüterbranche nicht ganz erfüllen. Der Reingewinn schoss im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 um 79 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro nach oben, wie Richemont, die weltweite Nummer Zwei der Branche, am Donnerstag mitteilte. Allerdings hatten Finanzexperten im Schnitt mit einem Gewinn von 1,17 Milliarden Euro gerechnet. Insbesondere das aufgrund des schwachen Euro stark negative Finanzergebnis schlug mit einem Minus von 181 Millionen Euro zu Buche.

An der Schweizer Börse sackte die Richemont-Aktie um über viereinhalb Prozent ab und zog auch den Gesamtmarkt mit sich. Zuletzt hatten die französischen Konkurrenten Hermes und der Weltmarktführer LVMH mit ihren Quartalsergebnissen für eine positive Überraschung gesorgt.

Nach Aussage von Händlern haben die Jahresergebnisse zahlreiche Anleger zu Gewinnmitnahmen verleitet. Die Richemont-Aktie hat seit Vorlage des letzten Quartalsberichts im März mehr als zehn Prozent zugelegt. Auch die geplante Dividendenerhöhung vermochte die Anleger nicht zu versöhnen. Richemont will für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,45 Franken je Aktie ausschütten nach 0,35 Franken im Vorjahr. "Wir haben erwartet, dass das Unternehmen mehr Geld an die Aktionäre zurückführen würde", sagte Kepler Capital Markets Analyst Jon Cox. Richemont gab zudem den Ausbau des bestehenden Aktienrückkaufprogramms bekannt: Zusätzlich zum bereits vor Jahresfrist angekündigten Rückkauf von zehn Millionen A-Aktien sollen nochmals fünf Millionen A-Aktien zurückerworben werden.

Für das laufende Jahr gibt sich Richemont-Chef Johann Rupert vorsichtig optimistisch: Im April seien die Umsätze erneut um 32 Prozent angestiegen. "Wir hoffen, dass sich dieser positive Trend in den kommenden Monaten bestätigen wird", erklärte Rupert. 2010/11 waren die Umsätze mit Schmuck der Marke Cartier, Jaeger LeCoultre-Uhren und Montblanc-Füllfedern um rund ein Drittel auf 6,89 Milliarden Euro gestiegen. Als Wachstumslokomotive erwiesen sich erneut die asiatischen Märkte mit Ausnahme Japans. Zudem habe die Erholung in Nordamerika rascher eingesetzt als erwartet.

Von

rtr

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