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15.04.2014

13:49 Uhr

Glööckler-Geschäft in Berlin

Gänz schön pömpööös

VonLisa Hegemann

Eine Wachsfigur, eine Harley-Davidson und 30.000 Swarovski-Steine: Der Harald-Glööckler-Store in Berlin verspricht, genauso extravagant zu werden wie sein Namensgeber. Doch Erfolg garantiert das nicht.

Glööckler-Store in Berlin: Mitten im Verkaufsraum steht eine Wachsfigur des Designers, damit sich Fans mit Glööckler ablichten lassen können. dpa

Glööckler-Store in Berlin: Mitten im Verkaufsraum steht eine Wachsfigur des Designers, damit sich Fans mit Glööckler ablichten lassen können.

DüsseldorfEs soll ein „Wallfahrtsort“ für seine Fans sein, ein „Disneyland“, eine „katholische Kirche“. Wenn Harald Glööckler von seinem Laden spricht, dann gerät er ins Schwärmen. Der schillernde Designer eröffnet am Dienstag den ersten „Harald-Glööckler-Store“. Mitten in Berlin, in einem S-Bahn-Bogen.

Was Glööckler von seinem Laden erzählt, das klingt ein bisschen nach allem. Es gibt eine Wachsfigur, damit sich Fans mit Glööckler ablichten lassen können. Einen Thron, wie bei „Alice im Wunderland“. Einen Kronleuchter mit 30.000 Swarovski-Steinen, der wohl tatsächlich in das ein oder andere Gotteshaus passen würde. Und natürlich alles, was der Designer sonst je entworfen hat.

Kurzum, der Laden verspricht genauso extravagant zu werden, wie sein Schöpfer bereits ist. Oder, um es mit den Worten des Modemachers zu sagen: „Der Laden spiegelt das wider, was Harald Glööckler ausmacht.“

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Die Welt von Harald Glööckler ist um eine Attraktion reicher: Seinen eigenen Laden in Berlin. Warum der Store nur mit seiner Bekanntheit funktionieren kann, erklärt der Modedesigner im Interview.

Er spiegelt auch eine Eigenart von Designern wider. Mit ihren Kollektionen sind viele Modeschöpfer in den Einkaufsstraßen der Republik vertreten. Glööckler zum Beispiel designt für Ulla Popken, er hat schon Kleidung für Bonprix und Bijou Brigitte entworfen. Sein Kollege Karl Lagerfeld arbeitete mit H&M zusammen, Philipp Plain konzipierte Kleidung für Barbie. So unterschiedlich die drei Designer in ihrem Kollektionen sind, eines eint sie doch. Die Kollektionen für die breite Masse reichen ihnen nicht. Sie alle eröffneten ihre eigenen Geschäfte.

Das ist kein Zufall, meint Marketingexperte Dominic Multerer. Unter Designern gehöre das eigene Geschäft zum guten Ton. „Das ist wie bei einer Bank: Wenn du dort arbeitest, brauchst du einen Anzug“, sagt er. Wenn du ein Modeschöpfer bist, dann brauchst du deinen eigenen Laden. Im Fall von Harald Glööckler einen, der nicht nur Shirts und Haute Couture anbietet, sondern auch Gemälde, Kosmetik, Tapeten, und natürlich die von ihm gestaltete Harley-Davidson.

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