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30.12.2016

15:32 Uhr

Glosse

Amazon auf dem Weg in neue Galaxien

VonFlorian Kolf

Es fing an mit einem Warenlager in einem Luftschiff, das per Drohnen Städte mit Waren versorgte. Doch das war nur Episode 1. Dann zündete Amazon-Chef Jeff Bezos den Warp-Antrieb – und entdeckte überraschende Universen.

Der moderne Captain Kirk? dpa

Amazon-Chef Jeff Bezos

Der moderne Captain Kirk?

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Amazon, das mit seiner 250.000 Mann starken Besatzung unter Captain Jeff Bezos unterwegs ist, um neue Welten im Handel zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen.

Und wieder dringt Captain Bezos in Galaxien vor, die sich zuvor kein Mensch vorstellen konnte. Zumindest nicht damals, im Jahr 2014, als normale Händler für verrückt hielten, was heute in der Rückschau, ziemlich bieder wirkt. Damals meldete Amazon ein Patent an für ein Luftschiff, das als fliegendes Warenlager 14.000 Meter hoch über den Städten schweben sollte.

Es war die Zeit, als Menschen noch in Geschäfte gingen, sich dort Dinge aussuchten, sie mit Papierscheinen bezahlten und selber nach Hause trugen. Amazon dagegen wollte den Menschen aus dem Luftschiff mit Drohnen die Waren zustellen, die sie zuvor online bestellt hatten. Viele Händler lachten darüber – sie hielten dies für ein Paralleluniversum, das mit ihnen nichts zu tun hatte.

Gelacht hatten sie auch noch 2016, als Amazon ankündigte, in Berlin mittels einer Rohrpost die Waren direkt zu den Kunden zu schießen. Und sie hatten ja auch Recht behalten, weil sich das kurz danach als Aprilscherz herausstellte.

Andere ahnten damals schon, dass ein Umbruch bevor stand. Media Markt schickte rollende Roboter auf die Reise, um die Waren auszuliefern. In einer virtuellen Realität führten sie den Kunden Waren vor, die gar nicht im Laden standen.

Kommentare (1)

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30.12.2016, 17:21 Uhr

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