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30.05.2015

10:32 Uhr

Google und Levi's kooperieren

Wenn aus der Jeans ein Touchscreen wird

Hose mit Touchscreen? Das könnte schon bald Realität sein: IT-Riese Google und Modehersteller Levi's arbeiten gemeinsam an einer interaktiven Jeans. Die Technik ist aber nicht auf Kleidung beschränkt.

Google und Levi's arbeiten gemeinsam daran, die Jeans intelligent zu machen. AFP

Jeans-Stoff von Google

Google und Levi's arbeiten gemeinsam daran, die Jeans intelligent zu machen.

San FranciscoDer US-Technologiekonzern Google entwickelt zusammen mit dem Jeanshersteller Levi Strauss eine interaktive Jeans. Die Hose soll mit Touchscreen-Funktionen ausgestattet werden, wie Google-Projektleiter Emre Karagozler bei einer Entwicklerkonferenz seines Konzerns am Freitagabend in San Francisco erklärte. „Das erreichen wir, indem wir leitfähige Fäden in den Stoff einarbeiten.“ Diese sind mit kleinen Chips verbunden, die in etwa die Größe eines Knopfes haben. Das Material könne wie andere Textilien behandelt werden, es sei „dehnbar und waschbar“, sagte Karagozler.

Bei der Präsentation des neuen Stoffs konnten Testpersonen durch Drück- und Wischbewegungen auf dem Stoff einen Lichtschalter bedienen oder einen Computer steuern. Die Befehle können auf Smartphones oder andere Geräte übertragen werden, so dass auch Anrufe oder das Senden von Kurznachrichten durch Berührungen des Stoffs möglich sein sollen. Die Technologie kann nach Angaben Googles nicht nur in Kleidungsstücken, sondern auch in Teppichen oder Möbeln mit Stoffbezug zum Einsatz kommen.

Kampf ums Smart Home

Hoffnung auf Riesenmarkt

Die IT-Konzerne haben das vernetzte Zuhause offenbar als Wachstumsmarkt ausgemacht – sie investieren massiv. Einige Beispiele.

Google im Zuhause

Google investierte 3,2 Milliarden Dollar in Nest. Das Start-up hat eine intelligente Heizungssteuerung und Rauchmelder entwickelt. Die Gründer kamen von Apple, was sich am schlichten Design der Geräte bemerkbar macht. Der Internetkonzern kauft auch Dropcam, einen Hersteller von vernetzten Überwachungskameras. Das System soll in das Nest-System integriert werden.

iPhone als Fernbedienung

Apple führt mit der neuen Version seines Betriebssystems iOS auch eine Fernsteuerung für das vernetzte Zuhause ein. Wenn Geräte die Schnittstelle nutzen, lassen sie sich mit der App Homekit steuern.

Thermostat als Zentrale

Nach der Nest-Übernahme hat Google angekündigt, das Thermostat des Start-ups zu einer Zentrale für Smart-Home-Geräte ausbauen zu wollen.

Samsung kauft App-Schmiede

Samsung bietet schon zahlreiche Haushaltsgeräte an, die sich miteinander vernetzen lassen. Zudem erwirbt der südkoreanische Konzern das Start-up Smartthings, das Apps für die Steuerung vernetzter Haushalte entwickelt. Das US-Blog Recode berichtet von einem Kaufpreis von 200 Millionen Dollar. Überdies schmiedet Samsung mit Konzernen wie Intel und Dell eine Allianz, um Standards fürs Smart Home zu entwickeln.

Von

afp

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