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01.10.2014

12:37 Uhr

Grössere Hosentaschen

Levi's und Co. schaffen Platz für das iPhone

Größere Hosentaschen für größere Smartphones: Die neuen Handygenerationen von Apple, Blackberry & Co. stellen die Modebranche vor eine neue Herausforderung. Einige Hersteller wollen nun ihre Hosentaschen erweitern.

Manche Hosentaschen sind zu klein für die neue Smartphone-Generation. Hersteller wie Levi's und L.L. Beans rüsten nun um. dpa

Manche Hosentaschen sind zu klein für die neue Smartphone-Generation. Hersteller wie Levi's und L.L. Beans rüsten nun um.

DüsseldorfDas iPhone 6 Plus und das neue Blackberry stellen die Modebranche vor ein Problem: Die Hosentaschen sind nicht immer groß genug für die „Phablets“, die Kombination aus Smartphone und Tablet. Darauf wollen die Hersteller reagieren – und die Taschen an den Hosen vergrößern. Nach Angaben des US-Magazins Mashable planen gleich fünf große Modekonzerne die neuen Modelle in ihren Kollektionen mit ein. Dazu gehören zum Beispiel Lee Jeans, Uniqlo und Levi's.

Lee Jeans hat dem Bericht zufolge sofort nach Vorstellung des neuen iPhones angefangen, über Taschengrößen zu diskutieren. Die Designerin Whitney Neary sagte Mashable, dass man die Größe der Smartphones immer berücksichtige. Man wolle ein Produkt entwickeln, dass nicht nur gut für die Konsumentin sei, sondern auch alltagstauglich.

American Eagle gab zu Protokoll, dass das neuste Produkt aus dem Hause Apple bereits in die Männertaschen passe, aber noch nicht in die Damenhosen. Über deren Größe rede das Unternehmen derzeit noch.

Bei den Jeanshosen von L.L. Beans berücksichtigen die Modemacher die Phablets sogar schon beim Designprozess. „Wir nutzen iPhones und Samsung-Smartphones bei unseren Anproben, um sicherzustellen, dass die Taschen groß genug für die Handys sind“, sagte ein Sprecher zu Mashable. Das iPhone 6 würde demnach in die Hosentaschen passen.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Die sichtbarste Neuerung bei der jüngsten iPhone-Generation sind die Maße: iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit 4,7 bzw. 5,5 Zoll deutlich größer als die Vorgänger. Damit reagiert Apple auf den Boom der Phablets, also der übergroßen Smartphones. Die Geräte unterstützen den Bezahldienst Apple Pay, der über den Nahfunkstandard NFC Daten überträgt.

Auch J. Crew achtet auf die Verbrauchergewohnheiten. „Eine sich verändernde mobile Technologie ist da keine Ausnahme“, sagte der Chefdesigner für Frauenmode, Tom Mora, demzufolge. J. Crew denke auch über spezielle Innentaschen für iPhones und Tablets nach.

Der Verantwortliche für das globale Design bei dem Jeanshosenhersteller Levi's gab sich diplomatisch. Jonathan Cheung sagte laut Mashable, dass Levi's dasselbe Mantra wie Apple-Gründer Steve Jobs pflege: Produkte zu erfinden, die das Leben der Menschen besser machten. Das sei aber nicht „iPhone-spezifisch“.

Auch in Japan denken die Modemacher schon über größere Taschen nach. Der Blog „Quartz“ hat mit dem Modekonzern Uniqlo gesprochen. Dort ließ ein Sprecher mitteilen, dass das Unternehmen derzeit darüber rede, wie die Kleidung kompatibel für den Verbraucher bleiben könne. Jeanstaschen seien ein Teil dieser Gespräche“, hieß es weiter. Apple hält mit seinen Innovationen offenbar nicht nur die Technologiebranche in Atem.

Von

lih

Kommentare (5)

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Sergio Puntila

01.10.2014, 14:18 Uhr

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Sergio Puntila

01.10.2014, 14:22 Uhr

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Sergio Puntila

01.10.2014, 14:29 Uhr

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