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13.03.2006

16:41 Uhr

Großaktionär signalisiert Gesprächsbereitschaft

NYSE erwägt Gegenangebot für Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) und die US-Technologiebörse Nasdaq planen nach US-Presseinformationen die baldige Aufnahme von Übernahmeverhandlungen. Der britische LSE-Großaktionär Threadneedle Investments signalisierte unterdessen seine Bereitschaft zu Gesprächen mit Interessenten für die Londoner Börse. Die weltgrößte Börse, die NYSE Group Inc, erwäge ihrerseits, ob sie ein eigenes Gebot für die LSE vorlege, heißt es in der Onlineausgabe des „Wall Street Journal“ vom Montag.

HB NEW YORK/LONDON. „Wir sind zu Diskussionen mit Interessenten bereit - allerdings wird das langfristige Interesse der von uns vertretenen Anleger unsere größte Sorge sein“, sagte Michael Taylor von Treadneedle am Montag in London. Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte am Freitag überraschend 950 Pence je Aktie oder insgesamt 4,2 Mrd. Dollar für die LSE geboten. Diese hatte das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen. Die Ablehnung fiel aber im Ton moderat aus. Die britische Investmentgesellschaft ist der größte Anteilseigner der LSE mit einem Anteil von 13,8 Prozent.

Taylor sagte, die Bewertung der LSE-Aktie an den Finanzmärkten beginne dem tatsächlichen Wert des Unternehmens zu entsprechen. LSE-Aktien waren am Montag auf ein Rekordhoch von mehr als 11 Pfund Sterling gestiegen. Der mit 7,3 Prozent zweitgrößte LSE-Anteilseigner Scottish Widows hatte das Angebot der Nasdaq bereits am Wochenende als deutlich näher am Wert der LSE bezeichnet als vorherige Gebote.

Die Nasdaq will die erste große transatlantische Börse schaffen. Es ist das dritte konkrete Angebot innerhalb eines Jahres, das die LSE offiziell zurückgewiesen hat. Zuvor waren die Deutsche Börse und die australische Investmentbank Macquarie Bank abgeblitzt.

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