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17.09.2013

14:53 Uhr

Gute Ernte

Großbäcker mache keine Hoffnung auf Preissenkungen

Trotz der guten Ernte: Die Deutschen Großbäckereien glauben nicht, dass die Verbraucher bald weniger zahlen. Ein niedrigerer Weizenpreis werde sofort mit höheren Energiekosten aufgewogen.

Ein gutes Jahr: Die Landwirte im Norden sind mit dem Verlauf der Ernte zufrieden. Die Qualität der Getreide- und Rapsernte ist gut. dpa

Ein gutes Jahr: Die Landwirte im Norden sind mit dem Verlauf der Ernte zufrieden. Die Qualität der Getreide- und Rapsernte ist gut.

GüterslohVerbraucher können nach Einschätzung der Großbäckereien in Deutschland trotz der guten Weizenernte nicht mit Preissenkungen rechnen. Wenn der Weizenpreis zum ersten Mal seit Jahren sinken sollte, würde dieser Vorteil unmittelbar durch höhere Kosten für Energie oder Transport ausgeglichen, sagte die neue Präsidentin des Verbandes der Deutscher Großbäckereien, Ulrike Detmers, am Dienstag in Gütersloh. Im übrigen lege der Handel die Preise fest.

Detmers, Gesellschafterin des Großbäckers Mestemacher, ist die erste Frau an der Spitze des 1905 gegründeten Verbandes. Die rund 100 Verbandsmitglieder repräsentieren über 60 Prozent des Branchenumsatzes von mehr als 18 Milliarden Euro (2011). Das sei ein Zuwachs um 600 Millionen Euro im Vergleich zu 2010.

„Die Branche muss ihr Image aufpolieren“, sagte die 57-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen den Kampf um Talente und Fachkräfte mit anderen Branchen führen“, so Detmers. Da gebe es weit verbreitete Vorurteile - etwa dass man als Bäcker immer mitten in der Nacht früh aufstehen müssen. Außerdem würden viele körperlich sehr anstrengende Arbeiten inzwischen durch Maschinen erledigt.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

Die Backbranche ist weiterhin mitten im Strukturwandel. Die Zahl der Großbäckereien steigt, die kleinen Bäckereien verschwinden. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die von 2011 stammen, ist die Zahl der Unternehmen seit dem Jahr 2000 um 6000 auf 13.800 gesunken. Bis 2020 sollen es nur noch 8000 bis 10.000 sein. Und es gebe schon Versuche mit Backstationen für Konditorwaren bei Discountern.

Auch künftig würden fast ausschließlich Betriebe mit einem Umsatz von weniger als einer Million Euro vom Markt verschwinden, hieß es. Gründe sind vor allem fehlende Nachfolger in Familienbetrieben und der Bevölkerungsrückgang auf dem Land, sagte Detmers.

Zugleich steigt aber die Zahl der Backstationen in Supermärkten. Derzeit sind es gut 15.000, in den nächsten drei Jahren könnten 10.000 weitere dazukommen. Von dieser Entwicklung seien vor allem die Bäckereien im Vorraum der Supermärkte und die Handwerksbäcker betroffen, sagte Hauptgeschäftsführer Armin Juncker.

Von

dpa

Kommentare (2)

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steuerhilfe.net

17.09.2013, 14:27 Uhr

War nicht anders zu erwarten, eine Ausrede erfinden die bis zur Halskrause mit EU-Subventionen vollgestopften Bauern immer um die Preise nicht zu senken, sondern zu erhöhen.

Nachwuchs

17.09.2013, 18:53 Uhr

Gute Ernte und keine Preissenkungen? Kein Wunder! Die, unsere Politiker treiben die Energiekosten in unerschwingliche Höhe, nur damit Sie Ihre Einkommen ins Unermessliche steigern können. Selbstbedienung sollte bei Politikern mit der Todestrafe und Vermögenseinzug bestraft werden, auch rückwirkend. Nur in Deutschland ist diese Handlungsweise möglich! Welches Land plündert und verachtet seine Bürger so aus, wie Deutschland????

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