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16.08.2011

14:01 Uhr

Gute Quartalsbilanzen

Home Depot und Wal-Mart auf Kurs

Die Baumarktkette profitiert von Sturmschäden, der Einzelhändler von Billig-Artikeln: Die Zahlen von Home Depot und Wal-Mart sind ein verlässlicher Indikator für den Zustand der US-Wirtschaft - und beruhigen die Anleger.

Home Depot profitiert von den Renovierungsarbeiten aufgrund von Stürmen. Quelle: AFP

Home Depot profitiert von den Renovierungsarbeiten aufgrund von Stürmen.

AtlantaDie weltgrößte Baumarktkette Home Depot hat im zweiten Geschäftsquartal dank anziehender Nachfrage mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn sei von Mai bis Juli um 14,3 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar gestiegen, teilte Home Depot in Atlanta mit. Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 0,86 Dollar, nach 0,72 Dollar im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 4,2 Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar.

„Das zweite Quartal wurde getrieben von einer Erholung unseres saisonabhängigen Geschäfts, Reparaturen aufgrund von Stürmen sowie eine Stärkung unseres Hauptgeschäfts“, sagte Unternehmenschef Frank Blake. Die Jahresprognose für den Gewinn erhöhte die US-Baumarktkette auf 2,34 Dollar je Anteilsschein. Zuvor peilte Home Depot 2,24 Dollar an. Für das Umsatzwachstum stellte das Unternehmen weiterhin rund 2,5 Prozent in Aussicht.

Home Depot betreibt hauptsächlich in den USA, Kanada und Chine knapp 2500 Baumärkte.

Da der Großteil der US-Wirtschaftsleistung auf den heimischen Konsumausgaben basiert - sie machen rund zwei Drittel aus - geben die Daten einen Hinweis über den Zustand der Konsumstimmung und damit der konjunkturellen Entwicklung in den USA.

Wal-Markt habt Prognose

Auch der US-Einzelhändler Wal-Mart hat im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Im Vierteljahr sei der Ertrag im fortgeführten Geschäft um gut zwölf Prozent auf 1,09 Dollar gestiegen, teilte der weltweite Branchenprimus vor US-Börsenschluss mit. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 108,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz in US-Geschäften sank auf vergleichbarer Basis allerdings um 0,9 Prozent.

Wal-Mart hatte selbst einen Gewinn je Aktie von 1,05 bis 1,10 Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechneten im Schnitt mit 1,08 Dollar. Wal-Mart-Aktien reagierten außerbörslich mit leichten Aufschlägen.

Eisiges Konsumklima

In den USA erzielt Wal-Mart den Großteil seiner Umsätze. Allerdings greifen die Verbraucher dort angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und Verunsicherung wegen der Wirtschaftslage zunehmend zu sehr günstigen Lebensmitteln. Wal-Mart hat sich zum Ziel gesetzt, den besten Preis für eine ganze Reihe von Waren anzubieten, um den Discountern Kunden abzuwerben. Während Wal-Mart die Preise senkt, haben andere Anbieter wie Kellogg oder Procter & Gamble die höheren Rohstoffkosten an die Endverbraucher weitergegeben.

Wal-Mart beschäftigt weltweit über zwei Millionen Angestellte und ist damit der größte private Arbeitgeber der Welt.

So gut die Zahlen sind: Befragt man derzeit die Amerikaner nach ihrem Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes, sieht die Lage weniger gut aus.

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