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13.01.2010

11:07 Uhr

Gutes Weihnachtsgeschäft

Douglas muss zahlreiche Filialen schließen

Douglas geht es besser als vielen anderen Einzelhändlern. Der Konzern ist mit einem leichten Plus in das neue Geschäftsjahr 2009/10 gestartet. Im Ausland sieht es dagegen düster aus.

Douglas kann mit dem Start ins neue Geschäftsjahr zufrieden sein. Quelle: ap

Douglas kann mit dem Start ins neue Geschäftsjahr zufrieden sein.

HB DÜSSELDORF. Der Wirtschaftskrise zum Trotz kauften die deutschen Verbraucher zum Fest eifrig Parfüm, Bücher und Schmuck und verhalfen dem Hagener Unternehmen zu einem leichten Umsatzplus im ersten Geschäftsquartal. In Deutschland setzte Douglas von Oktober bis Dezember 1,6 Prozent mehr um. Konzernweit betrug das Plus wegen der nach wie vor schwächelnden Auslandsmärkte 0,7 Prozent. Insgesamt hatte Douglas nach Ablauf des ersten Quartals 1,13 Milliarden Euro in der Kasse. Analysten hatten mit diesem Wert gerechnet. Die im MDax notierte Aktie lag mit Minus 0,15 Prozent bei 33,30 Euro und rangierte damit etwa in der Mitte des Marktes.

„Wir sind in Anbetracht des schwierigen Umfeldes recht ordentlich in das neue Geschäftsjahr gestartet und mit dem Verlauf des ersten Quartals und des Weihnachtsgeschäfts nicht unzufrieden“, sagte Vorstandschef Henning Kreke am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Im Gesamtjahr will der Konzern seinen Umsatz um bis zu zwei Prozent steigern. Das Ergebnis vor Steuern soll 120 bis 130 Millionen Euro betragen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten würden sich die Menschen ab und zu gern einen Hauch von Luxus gönnen, sagte Kreke. Investieren will der Konzern rund 120 Millionen Euro und damit mehr als im Vorjahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Douglas die Wirtschaftskrise vor allem im Ausland zu spüren bekommen. Betroffen waren Länder wie Spanien, Ungarn oder das Baltikum. Douglas hatte deshalb unrentable Filialen im Ausland geschlossen. Die Kosten dafür belasteten das Ergebnis. 2008/09 sank der Überschuss um 35,3 Prozent auf 62,8 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwirtschaftete Douglas 255 Millionen Euro und damit 7,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn sank in dem Ende September ausgelaufenen Geschäftsjahr um 30,4 Prozent auf 103,9 Millionen Euro. Vor Sondereffekten lag er bei 128 Millionen Euro, womit der Konzern seine eigene Prognose erfüllen konnte. Den Umsatz hatte Douglas bereits mitgeteilt. Er stieg um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Auf den ersten Blick möge die Geschäftsentwicklung in 2008/09 im Vergleich zu früheren Jahren zwar eher bescheiden erscheinen, sagte Kreke. „Dennoch sind wir ein wenig stolz darauf, dass wir auch in diesem schwierigen Umfeld unsere Ziele erreicht haben.“ Den Aktionären will der Konzern wie im Vorjahr eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie zahlen.

Zur Douglas-Gruppe gehören neben den gleichnamigen Parfümerien, die Buchhandelskette Thalia, Christ-Juweliergeschäfte, die Modehäuser AppelrathCüpper sowie die Süßwarenläden Hussel.

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