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07.04.2006

08:43 Uhr

Hafenbetreiber

DP World liebäugelt noch immer mit dem US-Markt

VonChristoph Rabe

Der Hafenbetreiber Dubai Ports World (DP World) will langfristig in den USA Fuß fassen. Zunächst verstärkt das Unternehmen jedoch sein Engagement in Asien. DP World ist ein vergleichsweise junges Unternehmen. Es entstand 2005 aus der Fusion der Dubai Ports Authority und Dubai Ports International.

DUBAI. Trotz des Rückschlages beim Versuch, die Betreiberrechte für sechs US-Häfen zu gewinnen, hält Dubai Ports World (DP World) langfristig an dem Ziel fest, in den USA Fuß zu fassen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des global aktiven Hafenbetreibers DP World aus den Vereinigen Arabischen Emiraten (VAE), Mohammad Sharaf, dem Handelsblatt in einem Gespräch in Dubai.

„Die Ablehnung der Übernahme war für uns eine riesige Überraschung“, sagte Sharaf. „Immerhin arbeiten wir seit Jahren in Dubai auf das engste mit der US-Navy zusammen.“ Die VAE pflegen traditionell gute Beziehungen zur Regierung in Washington. Daher war das Erstaunen am Golf umso größer. Doch Sharaf gibt seine Strategie nicht auf. „Wir hoffen, dass wir eines Tages auch in den USA willkommen sein werden.“

DP World hatte die Betreiberrechte in den USA im Rahmen der Übernahme des britischen Unternehmens P&O (Peninsular and Ocean Steam Navigation Co.) für 6,8 Mrd. Dollar erstanden. Auf Druck des amerikanischen Kongresses stellt DP World die US-Häfen jetzt allerdings zum Verkauf. Konservative Mitglieder des Kongresses hatten Sicherheitsbedenken gegen die Abtretung der Betreiberrechte an das Unternehmen aus den Vereinigen Arabischen Emiraten geltend gemacht. US-Präsident George W. Bush war vergeblich für das arabische Unternehmen eingetreten.

Die Trennung von den US-Aktivitäten soll innerhalb der kommenden sechs Monate erfolgen. Als Vermittler hat DP World dafür die Deutsche Bank in New York eingeschaltet. DP World erwartet aus dem Verkauf Erlöse von 750 Mill. Dollar. Ein Käufer steht noch nicht fest.

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