Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.08.2015

15:08 Uhr

Hakle landet PR-Coup

Der „H“-Klau ist Gold wert

VonMartin Tofern

Das gestohlene „H“ am Firmengebäude von Hakle beschert dem Unternehmen kostenlose Werbung im Millionenwert. Der Düsseldorfer Klopapierhersteller übertrifft damit den Krümelmonster-Coup bei Bahlsen deutlich.

Seit einiger Zeit ist der Firmenname am Sitz in Düsseldorf verstümmelt. dpa

Das „H“ fehlt

Seit einiger Zeit ist der Firmenname am Sitz in Düsseldorf verstümmelt.

DüsseldorfSeit gut zwei Wochen ist der Firmenname am Sitz in Düsseldorf verstümmelt: Nur noch „akle“ steht an der Mauer des Geländes. Unbekannte haben den Anfangsbuchstaben „H“ gestohlen, bislang fehlt von dem 1,66 Meter großen Aluminiumteil jede Spur. Doch so groß der ideelle Verlust für Hakle auch sein mag – der Diebstahl macht sich für das Unternehmen bezahlt.

Nach Recherchen des Magazins „Markt und Mittelstand“ beläuft sich der Gegenwert der Berichterstattung schon jetzt auf knapp 3,3 Millionen Euro. Das seien rund 1,6 Millionen Euro mehr als der Keksklau der Firma Bahlsen im Februar 2013 an Medialeistung eingebracht hat. Zwischen dem 25. und dem 28. August war Hakle wegen des Diebstahls insgesamt 315 Mal in deutschen Medien vertreten – natürlich auch im Handelsblatt.

Wie das Magazin weiter schreibt, erkläre sich der im Vergleich zum Fall Bahlsen deutlich höhere Wert zum einen mit der Geschwindigkeit, in der die Nachricht von den Redaktionen aufgenommen wurde. „Die Nachricht hat sich wirklich wie ein Lauffeuer verbreitet“, sagt Unternehmenssprecherin Silvia Keller. Zum anderen erkläre sich die höhere Medienleistung aus der Reichweite der Medien, welche die Meldung aufgegriffen haben. In den kommenden Tagen dürfte der Wert noch weiter steigen. Es könnte sich für Hakle also durchaus rechnen, wenn das „H“ noch eine Weile verschwunden bleibt.

Materiell sei der Wert des fehlenden Buchstaben eher zu vernachlässigen. Experten schätzen ihn auf einen mittleren vierstelligen Eurobetrag. Doch nach Aussage von Hakle-Sprecherin Keller geht es in dem Fall nicht um den monetären Wert. Vielmehr habe das gestohlene „H“ für das Unternehmen eine symbolische Bedeutung. Der Unternehmensname setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Vor- und Zunamens von Firmengründer Hans Klenk zusammen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×