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18.06.2014

14:16 Uhr

Halbjahreszahlen

H&M macht jetzt auf Zalando

Für die schwedische Modekette läuft es gut: H&M hat seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich steigern können. Einen neuen Wachstumsmarkt haben die Schweden auch entdeckt: Schuhe.

Hervorragende Halbjahresbilanz

H&M landet mit Beckham Youtube-Hit

Hervorragende Halbjahresbilanz: H&M landet mit Beckham Youtube-Hit

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StockholmDer schwedische Moderiese H&M will nach einem starken zweiten Quartal im Geschäftsjahr 2014 auf dem Schuhmarkt angreifen. In neun Ländern solle es ab dem Herbst mehr Schuhe für Männer, Frauen und Kinder zu kaufen geben, kündigte Unternehmenschef Karl-Johan Persson bei der Vorstellung der Zahlen von März bis Ende Mai am Mittwoch in Stockholm an. Auch online wird verstärkt Schuhwerk angeboten werden.

Die Schweden steigerten ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von knapp 4,7 auf 5,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 646 Millionen Euro), also um ein Viertel. Auch der Umsatz wuchs von 31,6 auf 37,8 Milliarden Kronen (4,2 Milliarden Euro). Das war das stärkste Wachstum seit mehr als vier Jahren. Das liegt auch an dem ausgebauten Internetangebot und neuen Verkaufsformaten.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Immer wichtiger wird dabei das Netz. Im kommenden Jahr will H&M zehn neue Onlineportale launchen. Einer davon soll in China eröffnet werden. Der klassische Einzelhandel steht dem allerdings kaum hinterher. Allein 2014 will H&M 375 neue Geschäfte eröffnen. In Australien hatte H&M seine erste Filiale im April aufgemacht, im Herbst sollen Geschäfte in Indien und auf den Philippinen folgen. Die Zahl der Filialen soll weiterhin um zehn bis 15 Prozent pro Jahr zunehmen.

Das zweite Quartal sei besser gewesen als erwartet, sagte Unternehmenschef Persson in Stockholm. Die Kollektionen seien „gut angekommen“. H&M gewinne weiterhin Marktanteile hinzu. Der Rückgang der Bruttogewinnmarge von 61,1 im Vorjahr auf 60,8 Prozent sei durch die „sehr gute“ Kostenkontrolle ausgeglichen worden.

Allerdings wird sich der Aufwärtstrend wohl nicht ungebremst fortsetzen. Analysten prognostizieren, dass der Gewinn sich im zweiten Halbjahr abschwächen wird – auch wegen hoher Expansionskosten. „Die bisherigen Zahlen untermauern unsere Jahresprognose“, sagte Richard Edwards, Analyst der Citigroup. Seiner Ansicht nach wird der Gewinn auf 14 Prozent im Gesamtjahr sinken.

H&M hatte im vergangenen Jahr die Zahl von 3000 Filialen überschritten. Derzeit hat die Kette weltweit schon mehr als 3100 Geschäfte. 176 neue Läden kamen in den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahres weltweit dazu - 23 Filialen schlossen. Unter anderem öffnete im australischen Melbourne das erste H&M-Geschäft auf dem Kontinent. Auch auf den Philippinen und in Indien sollen noch 2014 Läden aufmachen, für 2015 plant das Unternehmen die ersten Filialen in Südafrika und Peru.

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