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23.07.2012

08:12 Uhr

Hamburg-Köln-Express

Deutsche-Bahn-Konkurrent HKX nimmt mit zwei Jahren Verspätung Betrieb auf

Das Quasi-Monopol der Deutschen Bahn im Fernverkehr hat vorläufig ein Ende. Heute Morgen startete die private Konkurrenz-Firma mit ersten Zugfahrten von Köln nach Hamburg – und Kampfpreisen.

Mit Wagen aus den Siebzigern: der Hamburg-Köln-Express HKX. dpa

Mit Wagen aus den Siebzigern: der Hamburg-Köln-Express HKX.

KölnDie Deutsche Bahn hat seit diesem Montag einen neuen Konkurrenten im Fernverkehr. Der „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) startete um 6.35 Uhr von Hamburg-Altona nach Köln, wie ein Bahnsprecher bestätigte. Zurück soll es von Köln um 12.01 Uhr gehen. Der Zug des Bahn-Konkurrenten HKX fährt unter anderem über Münster, Gelsenkirchen und Essen, hält aber nicht in Bremen.

Auch sehen sie an einen festen Sitzplatz vor, Stehplätze gibt es nicht. Die Züge fahren bis zu dreimal täglich. HKX hatte seinen Betriebsstart ursprünglich schon für 2010 geplant. Technische, regulatorische und finanzielle Probleme hatten den Start dann immer wieder verschoben.

Gefahren wird vorerst mit Rheingold-Waggons aus den 70er-Jahren, die HKX anmietet. Der Komfort entspricht damit dem 1.-Klasse-Niveau dieser Zeit. HKX startet mit Kampfpreisen. 20 Euro bis maximal 60 Euro wird eine Strecke kosten, die ab dem 4. Juli im Internet gebucht werden kann.

Endlich Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Video: Endlich Konkurrenz für die Deutsche Bahn

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Der Höchstpreis liegt rund 23 Euro unter einem Ticket der Deutschen Bahn auf derselben Strecke im Intercity. Haltestellen sind in Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Münster vorgesehen.

In Deutschland hat die Bahn zwar in vielen Regionen Konkurrenten im Nahverkehr. Wettbewerb auf einer Fernstrecke gab es bisher aber nur auf der Route Leipzig-Rostock. Die HKX-Betreiber werben mit „Fahrzeiten so schnell wie der IC“ und günstigen Preisen. Die Fahrkarten werden über das Internet verkauft. Zum Start kostet die einfache Fahrt inklusive Reservierung zwischen 20 und 60 Euro.

Von

afp

Kommentare (8)

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BAUMANNWALTER

23.07.2012, 02:34 Uhr

Ich will ja nicht kleinlich sein, aber die Strecke Leipzig-Berlin-Rostock würde ich durchaus als Fernstrecke definieren, und die wird seit Jahren von Connex betrieben. Aber das liegt ja alles im Osten und zählt daher nicht, ist also nicht schlecht recherchiert sondern einfach ignorant...

ulrichhauck

23.07.2012, 07:20 Uhr

In China gibt es die Tickets für die Fernzüge nur für einen festen Zug mit Sitzplatz. Funktioniert prima!!

BAUMANNWALTER

23.07.2012, 08:32 Uhr

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