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15.08.2012

13:54 Uhr

Hamburger Hafen

Wachstum verliert an Fahrt

Im Hamburger Hafen werden wenigen Container bewegt. Setzt sich die Entwicklung fort, käme dort das Wachstum fast zum erliegen. Unterdessen nimmt der Wettbewerb zwischen den Terminalbetreibern zu.

Ein Containerschiff wird am Burchardkai im Hamburger Hafen abgefertigt. dpa

Ein Containerschiff wird am Burchardkai im Hamburger Hafen abgefertigt.

Hamburg Der Hamburger Hafen bekommt den Konjunkturabschwung in China und Europa immer stärker zu spüren. Die Zahl der an den Kaimauern der Hansestadt bewegten Container kletterte im ersten Halbjahr nur noch um 1,9 Prozent auf 4,4 Millionen, wie der Verein Hamburg Marketing am Mittwoch mitteilte. Zu Jahresanfang hatte der Zuwachs noch bei 5,2 Prozent gelegen. Für das gesamte Jahr 2012 rechnet der Hafen mit einem Plus von einem bis zwei Prozent. Damit käme das Wachstum im zweitgrößten europäischen Containerhafen fast zum erliegen, weil der Handel mit Asien schrumpft und Europa im Griff der Euro-Krise ist.

Damit nimmt der Wettbewerb nicht nur zwischen den Häfen zu, sondern auch unter den Terminalbetreibern. Hamburgs größtes Hafenlogistikunternehmen HHLA hatte den Containerumschlag zur Jahresmitte in der Hansestadt und im Schwarzmeer-Hafen Odessa um drei Prozent gesteigert. Im zweiten Quartal war die Containerzahl nur noch um 1,5 Prozent auf 1,8 Millionen Einheiten gewachsen. Rivale Eurogate verbuchte in Hamburg einen Rückgang um 2,9 Prozent auf eine Million Container. Dagegen steigerte sich Europas führender Containerterminal-Betreiber in Bremerhaven um knapp sieben Prozent auf 3,2 Millionen Standardcontainer. Insgesamt hat sich der Hamburger Hafen Schätzungen der HHLA zufolge in der ersten Jahreshälfte jedoch besser geschlagen als die Häfen in Rotterdam, Antwerpen und Bremerhaven und Marktanteile gewonnen.

Getragen wurde das Wachstum in Deutschlands größtem Seehafen vom Export. In den ersten sechs Monaten wurden 28,4 Millionen Tonnen Güter ausgeführt, plus 6,4 Prozent. Der größte Teil des Zuwachses entfiel auf den in Hamburg dominierenden Containerumschlag (79 Prozent), gefolgt von Massengut (19 Prozent). Der Import stagnierte bei 37,5 Millionen Tonnen. Während die Zahl der Container auf der für Hamburg besonders wichtigen Route von und nach Asien in der ersten Jahreshälfte um sechs Prozent auf 2,4 Millionen Container sank, legte sie im Verkehr mit Amerika und der Ostseeregion kräftig zu. Im Handel mit Russland stieg die Containerzahl um 14,7 Prozent auf 317.000 Einheiten. Im Verkehr mit den USA wurden über Hamburg 197.000 Standardcontainer verschifft, ein Zuwachs um mehr als 80 Prozent.

Von

rtr

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