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08.03.2004

07:33 Uhr

Handel leidet unter Konsumflaute

Fast 25 Prozent weniger Umsatz zu Weihnachten

Das Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr ist nach Berechnungen des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) deutlich schlechter ausgefallen als ohnehin schon erwartet.

cs DÜSSELDORF. „Wir lagen diesmal fast 25 % unter dem Umsatz des Vorjahres“, sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr dem Handelsblatt. Als Weihnachtsgeschäft wertet der Verband die zusätzlichen Verkäufe der Monate November und Dezember, die über dem Durchschnitt der übrigen Monate liegen.

Summierten sich die reinen Weihnachtseinkäufe 2002 noch auf 8,2 Mrd. Euro, kamen im vergangenen Jahr nur noch 6,2 Mrd. Euro zusammen. Seit 1999, als Deutschlands Verbraucher zum Fest 13,4 Mrd. Euro ausgaben, haben sich die Weihnachtsausgaben im Einzelhandel damit mehr als halbiert.

Auch auf Nachholeffekte im Januar wartete der Handel vergeblich. Bereinigt um den Preisanstieg (real) sanken die Branchenumsätze im ersten Monat 2004 weiter um 1 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne den Lebensmittelhandel, den die Konsumkrise bislang weniger hart trifft, fielen sie sogar noch schlechter aus. „Das Maß der Kaufzurückhaltung bei nicht dringend benötigten Konsumgütern zeigt, wie verunsichert die Verbraucher immer noch sind“, sagt HDE-Sprecher Pellengahr.

Auf seiner heutigen Pressekonferenz will der HDE seine bisherige Prognose für 2004 „präzisieren“. Ging der Verband bisher von einem Umsatzwachstum zwischen 0,5 und 1 % aus, wird er sich nun voraussichtlich an der Untergrenze der Bandbreite festlegen.

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