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09.01.2007

08:42 Uhr

Handel mit Konzernteilen

Karstadt plant Verkauf von Finanz-Assets

VonChristoph Schlautmann

Der Essener Karstadt-Quelle-Konzern kündigt weitere Unternehmensverkäufe an. Insbesondere im Geschäftsfeld Finanzdienstleistungen verfüge man über „verschiedene Assets“ und „signifikante stille Reserven“, teilte Konzernchef Thomas Middelhoff am Montag mit und fügte hinzu: „Diese werden wir im Sinne unserer Aktionäre heben.“

DÜSSELDORF. Nähere Angaben machte der Konzern nicht. Zu den Finanzaktivitäten zählt zum einen die Vertriebsgesellschaft Karstadt-Quelle Finanz-Service (KQFS), die zur Hälfte der Versicherungsgruppe Ergo gehört. Ihre Produkte liefert eine weitere Firma, Karstadt-Quelle-Versicherungen. An ihr halten die Essener durchgerechnet 22,5 Prozent, der Rest gehört den Ergo-Töchtern Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV und DAS.

KQFS untersteht zudem die Karstadt-Quelle-Bank. Sie bietet den Warenhaus- und Versandhandelskunden des Konzerns nicht nur die übliche Ratenzahlung, das Neu-Isenburger Kreditinstitut gilt zudem mit 850 000 Kartenkunden als Deutschlands größter Emittent der Mastercard.

Zum weiteren Umfeld des Finanzdienstleistungsbereichs zählt auch das Kundenbindungsprogramm Happy Digits, das von der Kölner Firma Customer Advantage Program (CAP) betrieben wird. Das Joint Venture von Karstadt-Quelle und Deutscher Telekom hält nach eigenen Angaben derzeit 26,5 Mill. Kundenkarten in Umlauf und ist damit nach Payback die Nummer zwei im deutschen Markt. Zudem ist die Eigenkapital-Rendite des Happy-Digits-Betreibers zweistellig, wie dessen Geschäftsführer Uwe Stoffel dem Handelsblatt sagte.

Experten halten diese Beteiligung deshalb für eines der stärksten Assets im KQFS-Portfolio – schließlich erzielten auch Metro und Lufthansa beim Verkauf ihrer Payback-Beteiligungen Erlöse in zweistelliger Millionenhöhe. Ein Sprecher von Karstadt-Quelle wollte auf Anfrage allerdings nicht kommentieren, ob auch Happy Digits zu den „Assets“ zählt, die Middelhoff veräußern will.

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