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02.05.2013

08:06 Uhr

Handelskonzern

Kauflaune bessert Metro-Ergebnis auf

Die Elektro-Töchter Media Markt und Saturn fördern das Ergebnis des Handelskonzerns Metro. Zudem profitieren die Düsseldorfer von der Kauflaune der Deutschen. Das Unternehmen türmt einen geringeren Verlust auf.

Nach einer Irrfahrt zeichnet sich beim Handelskonzern Metro eine Besserung ab. dpa

Nach einer Irrfahrt zeichnet sich beim Handelskonzern Metro eine Besserung ab.

DüsseldorfDer Handelsriese Metro ist dank der Kauflaune der deutschen Verbraucher und eines frühen Ostergeschäftes mit einem kleineren Verlust in das neue Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2013 stand unter dem Strich ein Minus von 16 Millionen Euro, teilte die Metro am Donnerstag in Düsseldorf mit. In den ersten drei Monaten 2012 war durch Preissenkungen ein fünf Mal so hoher Verlust verbucht worden.

Der Umsatz ging durch den Verkauf des Großhandelsgeschäftes in Großbritannien um 0,9 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zurück. Als Zugpferde erwiesen sich die Töchter Media Markt und Saturn, die ihre Internetshops mit den Läden vor Ort verknüpfen. Europas größter Elektronikhändler schrieb trotz Verbesserung aber erneut rote Zahlen.

Größte Einzelhändler weltweit (Umsatz 2012)

Platz 10

Best Buy (USA)

Die US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota, sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 50,7 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2012 über einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 74,8 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit beschäftigen die Briten 520.000 Mitarbeiter und machten 2012 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft mit 5.000 Beschäftigen will Tesco abstoßen.

Platz 6

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar im Jahr 2012 ebenfalls einen Spitzenplatz, auch wenn das Unternehmen mit Schwierigkeiten kämpft.

Platz 5

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2012 setzte der Lebensmittelhändler 96,8 Milliarden Dollar um.

Platz 4

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 99,1 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2012 gigantisch aus.

Platz 3

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit fast 500.000 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2011 einen Umsatz von 104 Milliarden Dollar.

Platz 2

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Der Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2012 rund 123 Milliarden Dollar um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 443,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2012 um - bei einem Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Quelle: Eigene Recherche.

Im operativen Geschäft zu Jahresbeginn verließ Metro entgegen der Erwartungen von Analysten sogar die Verlustzone. Analysten hatten bei einem Umsatz von 15,47 Milliarden Euro mit einem operativen Verlust (Ebit) von 13,7 Millionen Euro und einem Verlust nach Anteilen Dritter von 22,5 Millionen Euro gerechnet. Konzernchef Olaf Koch sieht sich damit beim Umbau des Konzerns mit Töchtern wie Media-Saturn, Kaufhof und Real auf Kurs.

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 bekräftigte Metro-Chef Koch seine Prognosen: Er erwartet weiter ein moderates Umsatzwachstum, dem operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren sollen Immobilien-Verkäufe auf die Sprünge helfen und ihn so über den Vorjahreswert von 706 Millionen Euro heben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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berolina

02.05.2013, 10:03 Uhr

blödes Kommentar, sorry
Wenn die Analysten -22 mio Verlust berechnet haben und es kamen "nur" 16 mio Verlust, ist das ein grosser Unterschied bei einem Umsatz von 15,5 miliarden?
Damit "messen" Sie, dass die Kuaflaunen sich verbessert haben?
Lächerlich!

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