Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.04.2012

17:01 Uhr

Handelskonzern

Metro streicht Arbeitsplätze

Mehr als 200 Stellen fallen künftig beim Handelskonzern Metro in den Bereichen Logistik und Großmärkte in Deutschland weg. Auch Mitarbeiter in Portugal und Spanien sind von den Einschnitten betroffen.

Der Handelsriese Metro will Stellen streichen. dpa

Der Handelsriese Metro will Stellen streichen.

DüsseldorfDer Handelsriese Metro will die Kosten seiner Großmärkte in Spanien und Portugal sowie der Konzern-Logistik drücken. Dabei fallen auch Arbeitsplätze weg.

In den beiden von der Euro-Schuldenkrise getroffenen südeuropäischen Ländern wolle Metro die bislang zwei Landeszentralen zusammenlegen, kündigte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf an. Die 34 Großmärkte in Spanien und die noch elf Großmärkte in Portugal sollen vom 1. Mai an von Madrid aus verwaltet werden. In Portugal will Metro auch einen Standort schließen. Bis Ende 2012 sollen in dem Land damit insgesamt rund 150 Stellen wegfallen.

Metro wolle in Portugal auf einen „soliden und nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren“, sagte der für die Großmärkte zuständige Vorstand Frans Muller. Die Zusammenlegung der Verwaltung werde auch helfen, die Kosten um „mehrere Millionen Euro“ zu drücken. Der neue Metro-Chef Olaf Koch hatte beklagt, dass 2011 die Schuldenkrise und die daraus folgenden Sparprogramme in vielen europäischen Ländern die Kauflust der Verbraucher gebremst hätten. Portugal steckt derzeit in der schwersten Rezession seit den 70er Jahren. Die Regierung geht davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um mehr als drei Prozent schrumpft. Auch in Spanien lahmt die Konjunktur.

Der Handelsriese will zudem seine Logistikaktivitäten unter einem Dach bündeln. Vom Juli an soll die neue Metro Logistics die entsprechenden Dienstleistungen für die Metro-Gesellschaften in Deutschland und im Ausland verantworten. Damit sollen die Lieferketten etwa für die Großmärkte und die Real-Supermärkte vereinfacht werden.

In Deutschland soll im Zuge der Neuorganisation ein Warenlager in Sarstedt bei Hannover schrittweise aufgelöst werden. Für die 235 betroffenen Mitarbeiter soll ein Sozialplan verabschiedet werden. In anderen Lagern des Konzerns würden indes rund 150 Arbeitsplätze entstehen, kündigte der Konzern an. Metro beschäftigte per Ende 2011 insgesamt rund 280.000 Menschen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×