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01.03.2013

10:24 Uhr

Handelsriese

Metro kürzt die Dividende

Der Gewinneinbruch bei Handelsriese Metro hat Folgen für die Aktionäre. Der neue Chef Olaf Koch streicht die Dividende zusammen. Mit einer Preisoffensive will der Handelskonzern wieder in die Spur finden.

Metro will den Umsatz steigern. dapd

Metro will den Umsatz steigern.

DüsseldorfDer Handelsriese Metro streicht nach einem Gewinneinbruch die Dividende für 2012 zusammen. Nach dem ersten Amtsjahr des neuen Chefs Olaf Koch schlug der Metro-Vorstand am Freitag für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 1,00 Euro je Stammaktie und 1,06 Euro je Vorzugsaktie vor. Im Vorjahr hatte Metro den Aktionären noch 1,35 Euro je Stamm- und 1,485 Euro je Vorzugsaktie gezahlt. Hintergrund für die Kürzung sind deutlich gesunkene Erträge. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren brach im vergangenen Jahr deutlich auf 1,976 (Vorjahr: 2,37) Milliarden Euro ein. Die im vergangenen Jahr in den MDax abgestiegene Metro-Aktie ging auf Sinkflug und notierte am Morgen mit einem Minus von über drei Prozent bei 22,90 Euro.

Metro leidet unter anderem unter der Krise in den südeuropäischen Schuldenstaaten, doch sind einige Gründe für den Gewinneinbruch auch hausgemacht. Die von Koch eingeleiteten Umbauten führten 2012 zu Belastungen in einer Höhe von 585 Millionen Euro. Unter anderem schlugen Kosten für den Ausstieg von Media Markt aus dem China-Geschäft zu Buche, teilte Metro weiter mit.

Die größten Einzelhändler der Welt

Platz 10

Best Buy (USA)

Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

Platz 6

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

Platz 5

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

Platz 4

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

Platz 3

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Das Ergebnis vor Steuern halbierte sich fast von 1,47 Milliarden Euro auf 810 Millionen Euro, die Steuerquote schnellte auf 87,5 Prozent in die Höhe - unter dem Strich dürfte für das abgelaufene Jahr kaum Gewinn bleiben. Die Dividende muss Koch also aus dem Cash-Flow finanzieren.

Der neue Metro-Chef hatte angekündigt, in seinem ersten Amtsjahr vor allem den Umsatz ankurbeln zu wollen. Koch hatte dazu eine Preisoffensive eingeleitet und den Kundenservice, etwa bei den Großmärkten des Konzerns, verstärkt. Das Osteuropageschäft der Supermarktkette Real hatte er zudem verkauft. Mittel- und langfristig sollten die Maßnahmen zu einer positiven Unternehmensentwicklung beitragen.

Der Handelsriese mit Töchtern wie Media-Saturn, Kaufhof und Real hatte bereits Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr genannt. Danach wuchsen die Erlöse im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft leicht um 0,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr stand ein Umsatz von 66,7 Milliarden Euro in den Büchern.

Koch hatte 2012 zahlreiche Rückschläge hinnehmen müssen. Der Konzern musste den Abstieg seiner Aktien aus dem Leitindex Dax verkraften, Koch musste seine Gewinnerwartungen zurücknehmen und wichtige Rating-Agenturen stuften Metro herunter. Den Geschäftsbericht für 2012 will Koch am 20. März vorlegen.

Nachruf

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Kommentare (1)

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pool

01.03.2013, 11:42 Uhr

Welche Bilanz hat Brüssel vorzuweisen? Der Amtsapparat braucht immer mehr Geld, während um ihn herum die solventen Gläubiger schwinden. Der jüngste Bericht vom Januar 2013 der spanischen Nationalbank beziffert die faulen Kredite auf 192 Milliarden Euro. Brüssel bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als die Investoren zu belangen, um sein Überleben zu sichern.
Die Kaufkraft in Europa zieht sich zurück, während der Kapitalbedarf Brüssels zur Finanzierung der Staatsausgaben ansteigt. Der Konsum ist ein staatsfinanzierter und das funktioniert nicht bis in die Unendlichkeit.
Die Dachgesellschaften geraten unter Druck, das war absehbar, nicht nur wegen der schwindenden Kaufkraft, auch wegen eines überstarken Preisdrucks, der von der Konkurrenz ausgelöst wird.

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