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21.07.2011

11:55 Uhr

Handelszahlen

Japans Exporteure auf Erholungskurs

Japans Exporteure kommen schneller auf die Beine als von Experten erwartet. Im Juni legten die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat kräftig zu. Allerdings bereitet den den Japanern der starke Yen Sorgen.

Im japanischen Hafen von Yokohama stehen Autos für den Export. In China laufen Wagen "Made in Nippon" gut. Quelle: dpa

Im japanischen Hafen von Yokohama stehen Autos für den Export. In China laufen Wagen "Made in Nippon" gut.

TokioDie japanischen Exporteure fassen nach den Produktionseinbrüchen infolge der Erdbeben-Katastrophe schneller Tritt als erwartet. Sie verkauften im Juni 5,4 Prozent mehr als im Vormonat, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. Besonders gut liefen die Geschäfte mit China, wo Konzerne wie die Autobauer Toyota und Mazda vor allem mit deutschen Konkurrenten um Marktanteile kämpfen. Im Vergleich zum Juni 2010 schrumpfte der Auslandsumsatz um 1,6 Prozent. Experten hatten hier mit einem deutlich größeren Minus von 4,1 Prozent gerechnet.

Auch die Binnennachfrage zieht an: Die Importe stiegen binnen Jahresfrist um 9,8 Prozent. Die Handelsbilanz weist damit einen Überschuss von umgerechnet 631 Millionen Euro aus.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami im März sind viele Unternehmen dabei, ihre Warenströme wieder zu organisieren und die Produktion hochzufahren. Die Notenbank geht davon aus, dass sich die Erholung in der zweiten Jahreshälfte beschleunigt. Bedroht wird sie allerdings durch die deutliche Aufwertung der heimischen Währung Yen, der vorige Woche auf ein Vier-Monats-Hoch zum Dollar gestiegen. Das macht japanische Waren im Ausland teurer.

Die Notenbank erwägt auch deshalb neue Hilfen für die Wirtschaft. „Für die weltweite und die japanische Konjunktur bestehen große Unsicherheiten“, sagte der stellvertretende Notenbankchef Hirohide Yamaguchi. „Wir werden bei Bedarf flexible und entschlossene Maßnahmen ergreifen.“ Die Entwicklung von Wirtschaft und Preise werde ebenso beobachtet wie deren Beeinflussung durch den Wechselkurs der heimischen Währung Yen. Die Notenbank fährt bereits eine Nullzinspolitik, könnte der Wirtschaft aber durch Anleihe-Käufe mit frischem Geld versorgen.

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