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13.02.2014

16:46 Uhr

Handys und Tablets

Lufthansa erlaubt Flugmodus

Nach den Jumbojets von Boeing dürfen Lufthansa-Passagiere künftig ihre Handys und Tablet-Computer auch auf Flügen mit Airbus-Maschinen nutzen. Der Internetempfang über den Wolken bleibt allerdings kostenpflichtig.

Nach der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt ist die Nutzung von Handys und Tablet-Computern bald an Bord von 250 der insgesamt über 400 Lufthansa-Fliegern möglich. Reuters

Nach der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt ist die Nutzung von Handys und Tablet-Computern bald an Bord von 250 der insgesamt über 400 Lufthansa-Fliegern möglich.

FrankfurtLufthansa-Passagiere müssen Handys und Tablet-Computer auf vielen Flügen künftig nicht mehr ausschalten. Elektronische Geräte dürften ab März in allen Airbus -Flugzeugen der Flotte genutzt werden - und nicht mehr nur während des Fluges, sondern auch beim Start und der Landung. Das teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Bisher wurde befürchtet, dass die Geräte die empfindliche Elektronik der Flugzeuge stören.

Nach der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt sei die Nutzung bald an Bord von 250 der insgesamt über 400 Flieger der Kranich-Airline möglich. Den Anfang hatten bei der Lufthansa die neuen 747-8 Jumbojets von Boeing gemacht, hier mussten Geräte bereits seit Januar nicht mehr ausgeschaltet werden. Bei den anderen Boeing-Maschinen gelten noch die bisherigen Regeln.

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Eine wichtige Einschränkung wird es aber auch künftig geben: Die elektronischen Begleiter müssen sich im sogenannten Flugmodus befinden - die Verbindung ins Internet über Mobilfunk muss also ausgeschaltet sein. Auf Langstreckenflügen können Passagiere aber trotzdem im Internet surfen - die Lufthansa bietet unter dem Markennamen "Flynet" einen bezahlpflichtigen Internetzugang über den Wolken an.

Von

rtr

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