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04.08.2013

13:16 Uhr

Haniel

Metro-Großaktionär stellt Dividende in Aussicht

Keine Dividende zu erhalten, dass war für die Eigner des Familienunternehmens Haniel in diesem Jahr eine neue Erfahrung. Doch 2013 soll es bei dem Großaktionär des Handelskonzerns Metro wieder eine Ausschüttung geben.

Ex-Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow: Bei Haniel im Dienste einer Großfamilie. dpa

Ex-Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow: Bei Haniel im Dienste einer Großfamilie.

DüsseldorfDie Eigentümer des Duisburger Familienunternehmens Haniel können nach dem Ausfall im vergangenen Jahr für 2013 wieder mit einer Dividende rechnen. Das sagte Haniel-Chef Stephan Gemkow der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Konzern habe wieder mehr Spielraum und sei dabei, eine neue Strategie mit neuen Investitionsmöglichkeiten zu entwickeln. Es gehe um Themen wie etwa Gesundheit oder Verkehrsinfrastruktur. Wenn das Unternehmen künftig in neue Geschäftsfelder investiere, dann eher in handelsferne. Zu den großen Beteiligungen von Haniel gehören derzeit die Handelskonzerne Metro und Celesio.

2012 hatte das Familienunternehmen unter dem Strich ein nie dagewesenes Minus von 1,9 Milliarden Euro verzeichnet. Hauptgrund war eine Wertberichtigung auf die Metro-Beteiligung von mehr als einer Milliarde Euro. Die mehr als 600 Nachkommen des Firmengründers mussten angesichts der roten Zahlen und des erforderlichen Schuldenabbaus erstmals in Friedenszeiten auf eine Dividende verzichten.

Größte Einzelhändler weltweit (Umsatz 2012)

Platz 10

Best Buy (USA)

Die US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota, sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 50,7 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2012 über einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 74,8 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit beschäftigen die Briten 520.000 Mitarbeiter und machten 2012 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft mit 5.000 Beschäftigen will Tesco abstoßen.

Platz 6

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar im Jahr 2012 ebenfalls einen Spitzenplatz, auch wenn das Unternehmen mit Schwierigkeiten kämpft.

Platz 5

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2012 setzte der Lebensmittelhändler 96,8 Milliarden Dollar um.

Platz 4

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 99,1 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2012 gigantisch aus.

Platz 3

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit fast 500.000 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2011 einen Umsatz von 104 Milliarden Dollar.

Platz 2

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Der Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2012 rund 123 Milliarden Dollar um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 443,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2012 um - bei einem Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Quelle: Eigene Recherche.

Bereits im April hatte der Haniel-Chef der Familie für 2013 wieder eine Dividende in Aussicht gestellt. Haniel hat den Schuldenberg seit 2007 auch durch die Reduzierung durch Unternehmensbeteiligungen nach früheren Angaben von 3,7 Milliarden Euro auf derzeit rund 1,9 Milliarden Euro abgetragen.

Von

dpa

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