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04.02.2016

16:55 Uhr

Hans im Glück

Burger-Kette will Rückschlag schnell wegstecken

Die Burger-Kette „Hans im Glück“ muss auf ihrem rasanten Wachstumskurs einen Rückschlag einstecken: Nach einem Streit mit einem großen Betreiber schrumpft das Netz um zwölf Filialen.

Bei „Hans im Glück“ gibt es Streit: Gründer Thomas Hirschberger hat sich von einem Franchise-Partner getrennt.

Burger-Läden

Bei „Hans im Glück“ gibt es Streit: Gründer Thomas Hirschberger hat sich von einem Franchise-Partner getrennt.

MünchenDie Burger-Kette „Hans im Glück“ will sich ihren Wachstumsappetit vom Streit mit einem Betreiber nicht verderben lassen. Es lägen bereits Anfragen für neue Filialen vor, sagte eine Sprecherin in München. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und hatte 44 Filialen zwischen Flensburg und Rosenheim eröffnet, in denen sich die Gäste zwischen Birken-Baumstämmen am Tisch bedienen lassen. Mit dem Franchise-Nehmer Paniceus, der zwölf Standorte betreibt, hat sich die Geschäftsleitung aber überworfen. Die Zusammenarbeit soll beendet werden.

Betroffen sind Filialen in Berlin, Binz, Bremen, Flensburg, Hamburg, Lübeck, Oldenburg, Osnabrück und Potsdam. „Hans im Glück“ begründete das Zerwürfnis vor wenigen Tagen unter anderem mit Abweichungen von der vorgegebenen Speisekarte. Paniceus hingegen sprach von einer „Erfüllungsverweigerung des Franchise-Gebers“. Das Lübecker Unternehmen will die Filialen nach dem Kündigungstermin am 31. März unter neuem Namen weiterbetreiben.

In der Gastronomiebranche wird das schnelle Wachstum von „Hans im Glück“ seit langem aufmerksam verfolgt: Vor allem die Schwächephase der Fastfood-Riesen McDonald's und Burger King spielten dem Münchner Unternehmen in die Hände: Das neue Konzept mit der Bedienung am Tisch und Burgern mit verschiedenen Zutaten und Saucen kam in vielen Städten gut an: Eine Filiale nach der anderen wurde neu eröffnet.

An dem Erfolg wollte auch die Ausstatterin teilhaben, die sich das Raumkonzept mit Birkenstämmen für die Lokale ausgedacht hatte. Sie erzielte am Donnerstag einen Teilerfolg vor Gericht: Über das ursprüngliche Honorar von 10.000 Euro zahlt ihr „Hans im Glück“ noch 120.000 Euro. Auf diesen Vergleich einigten sich beide Seiten am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München. Gefordert hatte die Frau allerdings noch mehr.

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