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22.04.2014

14:20 Uhr

Hapag-Lloyd und CSAV

Reederei-Fusion nimmt Fahrt auf

Die Linienreederei Hapag-Lloyd wächst. Sie legt ihr Containergeschäft mit dem der chilenischen CSAV zusammen. Die Verträge sind unterzeichnet, es sind aber noch offene Punkte abzuhaken.

Das Containermotorschiff „Colombo Express“: Durch den Zusammenschluss mit CSAV steigt Hapag-Lloyd zur viertgrößten Container-Reederei auf. dapd

Das Containermotorschiff „Colombo Express“: Durch den Zusammenschluss mit CSAV steigt Hapag-Lloyd zur viertgrößten Container-Reederei auf.

HamburgDie sich neu formierende Reederei Hapag-Lloyd hat eine weitere Hürde genommen. Nur 2,7 Prozent der Aktionäre der chilenischen Reederei CSAV haben sich gegen die Zusammenlegung des CSAV-Containergeschäfts mit Hapag-Lloyd ausgesprochen. Das teilte die chilenische Reederei am Dienstag in Hamburg mit. Für die Fusion durften nicht mehr als fünf Prozent der CSAV-Minderheitsaktionäre ihr Rückzugsrecht bis zum 20. April ausüben. Im März hatten die CSAV-Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung nahezu geschlossen den Plänen zugestimmt.

Der Fusionsvertrag war in der vergangenen Woche von beiden Unternehmen in Hamburg unterzeichnet worden. Die künftig viertgrößte Reederei der weltweiten Branche kommt auf einen Gesamtumsatz von rund 12 Milliarden Dollar (8,7 Milliarden Euro). Die Waren in mehr als jährlich rund sieben Millionen Standardcontainern (TEU) werden von mehr als 200 Schiffen transportiert.

Als nächstes muss der Hamburger Senat dem Verhandlungsergebnis zustimmen. Ein Sprecher der Finanzbehörde rechnet damit, dass er sich in der nächsten Woche damit befassen wird. Anschließend soll die Bürgerschaft unterrichtet werden.

Die Stadt wird nach einer Kapitalerhöhung nach eigenem Bekunden künftig 23 Prozent an Hapag-Lloyd halten, Neuaktionär CSAV dann 34 Prozent. Der Anteil des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne soll ebenfalls bei mehr als 20 Prozent liegen. Dem Reisekonzern Tui gehören 13,9 Prozent. Hamburger Banken und Versicherungen bleiben einstellig beteiligt. Die vereinbarte Kapitalspritze von 370 Millionen Euro stemmen den Angaben zufolge CSAV (259 Millionen Euro) und Kühne (111 Millionen Euro). Ein Börsengang soll 2015 erfolgen.

Ein Dossier zur Reederei-Fusion finden Sie zum Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Von

dpa

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