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15.04.2014

13:47 Uhr

Harald Glööckler im Interview

„Wo Glööckler draufsteht, ist auch Glööckler drin“

VonLisa Hegemann

Die Welt von Harald Glööckler ist um eine Attraktion reicher: Seinen eigenen Laden in Berlin. Warum der Store nur mit seiner Bekanntheit funktionieren kann, erklärt der Modedesigner im Interview.

Modedesigner Harald Glööckler und Amanda Lepore, Model, Stilikone und Königin des New Yorker Nachtlebens, bei Eröffnung des ersten Glööckler-Stores in Berlin: „Ich bin zwar Unternehmer, aber am Ende des Tages möchte ich auch noch Künstler sein.“ dpa

Modedesigner Harald Glööckler und Amanda Lepore, Model, Stilikone und Königin des New Yorker Nachtlebens, bei Eröffnung des ersten Glööckler-Stores in Berlin: „Ich bin zwar Unternehmer, aber am Ende des Tages möchte ich auch noch Künstler sein.“

Mit seinen pompösen und glitzernden Kreationen wurde der Modedesigner Harald Glööckler berühmt. Im Interview mit Handelsblatt Online spricht der extrovertierte Designer über die Eröffnung seines Ladens in Berlin, seine Freiheiten als Künstler und Frauen.

Sie eröffnen am Dienstag Ihren ersten Harald-Glööckler-Store in Berlin.
Also es ist ja nicht mein Laden, sondern ich vergebe nur die Lizenz. Es ist zwar ein Harald-Glööckler-Store, aber den führe ich nicht selber.

Trotzdem soll er die Welt von Harald Glööckler repräsentieren.
Genau. Der Laden spiegelt das wider, was Harald Glööckler ausmacht, und das ist Glamour und Glanz. Das findet man in Dubai, das findet man in Paris, das findet man vielerorts. Ich finde, bei uns in Deutschland, wo alles sehr puristisch ist, verträgt man so einen Laden auch. Das Geschäft repräsentiert den Lifestyle von Harald Glööckler. Sie finden alles von Tapeten über Bettwaren über Mode über Schmuck über Haute Couture über Kosmetik bis hin zu Schokolade. Und sogar eine Harley-Davidson, die Harald Glööckler gepimpt hat.

Also eigentlich ein Warenhaus?
Ja, man könnte sagen, ein Mini-Harrods. Ein Erlebniskaufhaus. Die Menschen möchten auch wieder ein Erlebnis haben, das kann man auf verschiedene Art und Weise machen. Abercrombie & Fitch macht das auf seine Art und Weise, Harald Glööckler auf eine andere Art und Weise.

Glööckler-Geschäft in Berlin: Gänz schön pömpööös

Glööckler-Geschäft in Berlin

Gänz schön pömpööös

Eine Wachsfigur, eine Harley-Davidson und 30.000 Swarovski-Steine: Der Harald-Glööckler-Store in Berlin verspricht, genauso extravagant zu werden wie sein Namensgeber. Doch Erfolg garantiert das nicht.

Manche würden sagen, Ihre Art und Weise ist Kitsch.
Viele Menschen gehen ja auch in katholische Kirchen und erfreuen sich an dem Prunk dort, an der Schönheit, an den Gemälden, an dem vielen Gold. Ob das nun teilweise Kitsch ist oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Aber vielen Menschen gibt das etwas. Und denen, denen mein Laden etwas gibt, für die ist er da, und die, die damit nichts anfangen können, das ist auch in Ordnung, da gibt’s ja andere Läden.

Wo wir gerade von anderen Läden sprechen: Sie kooperieren ja bereits mit anderen Filialen, etwa Ulla Popken, Bonprix, Bijou Brigitte. Warum jetzt ein eigener Laden?
Weil mein Konzept eben die Lizenzvergabe ist. Ich bin zwar Unternehmer, aber am Ende des Tages möchte ich auch noch Künstler sein. Deswegen vergebe ich Lizenzen.

Haben Sie mehr Freiheiten bei einem eigenen Laden, als wenn Sie Kollektionen für andere entwerfen?
Es ist beides dasselbe, weil ich alles von Anfang bis Schluss kontrolliere. Jedes Foto, jedes Kleidungsstück, jeder Pressetext wird von mir abgenommen und was nicht abgenommen wird, darf nicht raus. Das steht alles in den Verträgen. Wo Glööckler draufsteht, ist auch Glööckler drin. Das ist manches Mal für die Partner anstrengend, weil sie sich vielleicht auch manchmal Freiheiten wünschen, aber am Ende des Tages gibt mir der Erfolg dann wieder Recht.

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