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07.01.2015

18:01 Uhr

Hartmut Mehdorn

„5,4 Milliarden Euro reichen für BER“

Der Pannenflughafen BER soll 2017 endlich in Betrieb gehen. Planungsfehler und Baumängel haben die Eröffnung immer wieder verhindert. Immerhin: Das verkorkste Projekt soll nicht mehr als 5,4 Milliarden Euro verschlingen.

Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn zieht sich 2015 zurück. dpa

Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn zieht sich 2015 zurück.

BerlinDer künftige Hauptstadtflughafen wird nach Worten von Geschäftsführer Hartmut Mehdorn nicht noch teurer. „Wir sind uns sehr sicher, dass wir mit den 5,4 Milliarden Euro auskommen werden“, sagte er am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Diese Summe hatte der Aufsichtsrat Mitte 2014 als neuen Kostenrahmen genehmigt und damit den vorherigen Betrag um 1,1 Milliarden Euro erhöht. „Damit wird der Flughafen ein preiswerter Flughafen sein“, fügte Mehdorn mit Hinweis auf vergleichbare europäische Projekte hinzu.

Nach jüngster Planung soll der neue Airport in Schönefeld im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme haben die Eröffnung bisher verhindert, die ursprünglich im Oktober 2011 vorgesehen war.

Zur Möglichkeit einer nochmaligen Verzögerung sagte Flughafen-Technikchef Jörg Marks: „Wir wissen exakt, was wir wo bauen wollen.“ Er sei davon überzeugt, „dass wir das von den Risiken her exakt eingegrenzt haben“.

Der neue Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist eigentlich für bis zu 27 Millionen Passagiere ausgelegt. 2014 wurden an den Flughäfen Tegel und Schönefeld aber bereits knapp 28 Millionen Fluggäste abgefertigt.

Mehdorn sagte, nach derzeitigen Prognosen gebe es in Berlin im Jahr 2020 bis zu 40 Millionen Fluggäste und im Jahr 2030 bis zu 50 Millionen. Es werde deshalb nötig sein, „einen Satelliten ins Feld zu stellen“. Damit meinte Mehdorn den Bau eines zusätzlichen Abfertigungsgebäudes, für das es bereits Pläne gibt.

Finanzchefin Heike Fölster wies darauf hin, dass die zusätzlichen 1,1 Milliarden Euro erst noch finanziert werden müssten. Noch sei nicht entschieden, ob das mit Gesellschaftermitteln, Krediten oder etwa auch über Anleihen geschehen soll. Gesellschafter des Flughafens sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. Nach Worten Fölsters fehlt auch noch die Genehmigung der EU für die Zusatzinvestition. Die Gespräche mit der EU seien aber im Gang.

Mehdorn hatte Mitte Dezember nach Querelen mit dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt spätestens zum 30. Juni 2015 angekündigt. Marks ist einer der Kandidaten für die Nachfolge.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.01.2015, 18:27 Uhr

Mehdorn macht sich nur noch lustig über seine Arbeitgeber. Sein Abgang ist sicher, er hat genug abgesahnt und er verfügt über starke Nerven, die zwar der Sache Flughafen nicht dienlich sind, aber ihm selbst keine Kopfschmerzen bereitet. Till Eugenspiegel ist ein Eintopf gegen ihn. So funktioniert Wirtschaft in Verbindung mit Politik. Ungelernte Köche verderben weniger den Brei als solch ein Gesocks.

Herr Wolfgang Trantow

07.01.2015, 21:00 Uhr

Wieder eine Lüge! Mit den 5,4 Milliarden sind wohl die Kosten für 1 Tag für die nächsten 100 Jahre gemeint, ehe der Flughafen nutzbar gem. den Planungen ist ( Ein internationales Drehkreuz mit 24 Stundenbetrieb!!!!).

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