Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2013

12:01 Uhr

Hauptstadtflughafen

BER mit 20.000 Mängeln

Berlins Skandalflughafen kommt nicht aus den Schlagzeilen. Aktuellen Berichten zufolge müssen am neuen Hauptstadtflughafen mehr als 20.000 Mängel repariert werden. Ein Flughafensprecher sieht das weniger kritisch.

Ein Bauarbeiter im neuen Hauptstadtflughafen: Die Arbeiten ziehen sich hin. dpa

Ein Bauarbeiter im neuen Hauptstadtflughafen: Die Arbeiten ziehen sich hin.

BerlinDie Zahl 20.000, von der die „Bild am Sonntag“ berichet, sei aber irreführend und ohne jede Aussagekraft, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur dpa. „Das Problem ist und bleibt der Brandschutz. Wir fassen alle relevanten Punkte in einem Fortschrittsbericht zusammen.“

Dass es einen solchen Report geben soll, war bereits am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz mitgeteilt worden. Zu den 20.000 Mängeln zählen auch kleine Defizite, wie zum Beispiel eine kaputte Fliese.

In dem Bericht sollen alle Probleme und Fehler am Flughafen BER kategorisiert werden: von A (Priorität hoch) bis D (Priorität niedrig). „Ziel ist absolute Transparenz beim Baufortschritt. Wir wollen nicht, dass das Desaster nur dokumentiert, sondern dass abgearbeitet wird“, sagte BER-Aufsichtsrat und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), der „Bild am Sonntag“.

Die Eröffnung des Flughafens war im Januar zum vierten Mal abgesagt worden, weil die Betreiber Technikprobleme, Baumängel und die Folgen von Fehlplanungen nicht in den Griff bekommen.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Normalbuerger

17.02.2013, 18:18 Uhr

20.000 Mängel? Alle wurden von Wowereit und Platzeck übersehen??? Hätten sie nicht wenigstens 2 oder 3 Mängel abstellen können? Politiker scheinen absolut überfordert zu sein. Sie können nur abkassieren, sonst nichts.

VolkerRockel

18.02.2013, 06:58 Uhr

Man lenkt lieber die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf „20.000 Mängel“ und rettet sich politisch mit der "Mängelbeseitigung" über den Wahltermin der Bundestagswahl und den der Landtagswahl in Brandenburg,- anstelle das Single-Airport Konzept für Berlin am Standort Schönefeld grundsätzlich in Frage zu stellen!

Das Konzept ist meiner Ansicht nach gescheitert!- Nur keiner traut sich dieses öffentlich zu sagen, weil damit der "Konsensbeschluss" in Frage gestellt würde!

Da werden jetzt lieber „ein paar Milliarden mehr" sinnlos in den märkischen Sand gesetzt um dann irgendwann (ab) 2020 zu erklären, dass die Bahnkapazitäten des Flughafens BER nicht ausreichen und man eine dritte Start- und Landebahn braucht!?

Nur die will (aus nachvollziehbaren Gründen) keiner im Flughafenumfeld mehr haben und auch die von den an- und Abflugrouten Betroffenen lehnen dankbar ab!

Und dann kommt man auf den Gedanken, dass der Single-Airport BER doch „keine gute Idee war“ und plant nun einen Flughafenverbund mit dem dann mit einer weiteren Milliardensumme zu ertüchtigenden Flughafen Sperenberg!


Und damit sind wir dann wieder am Anfang der „Planungstory“ angekommen, die eigentlich einen Standort Schönefeld für den neuen Hauptstadtflughafen ausschloss und den Standort Sperenberg wegen seiner Ausbaufähigkeit und geringen Belastungen des Flughafenumfeldes (geringe Besiedlungsdichte) favorisierte!- Aber dann kam die „politische Entscheidung“ für Schönefeld....

VolkerRockel

18.02.2013, 07:03 Uhr

Sind die 20.00 Mängel eigentlich das Hauptproblem?- Nö!- Das Hauptproblem ist landseitig nicht nur die nicht ausreichende Abfertigungskapazität für die erwarteten Passagierzahlen und luftseitig die vermutlich nicht ausreichende Vorfeldkapazität etc.;- sondern insbesondere der Umstand, dass vermutlich bereits absehbar die Kapazitäten des Zwei-Bahnensystem erschöpft sein werden!

Und letzteres wird sich vermutlich nicht dadurch lösen lassen, dass man – wie bei den anderen Problemstellungen – nur „Geld in die Hand zu nehmen braucht“!


Es ist wohl inzwischen nicht mehr abwegig zu vermuten, dass in der Planung „der luftseitigen Auslegung“ des zukünftigen Haupstadtflughafens nicht genug Aufmerksamkeit zuteil wurde und die Planung nicht mit einem konkreten prognostizierten Flugzeugmix für das zukünftige „internationales Drehkreuz Berlin“ hinterlegt worden ist!?- Man also auch nicht konkret die Frage zu beantworten gesucht hat, wie weit die Bahnkapazitäten des zukünftigen Hauptstadtflughafens „als internationales Drehkreuz“ eigentlich zeitlich reichen werden?

Damit hat man aus meiner Sicht auch versäumt die Frage zu beantworten, welche Konsequenzen aus einem Flugzeugmix des zukünftigen “internationalen Drehkreuzes Berlin“ für die Erweiterung der Kapazitäten des Bahnsystems entstehen werden!

Mithin es auch nicht abwegig zu vermuten ist, dass bei kontinuierlicher Entwicklung der internationalen Drehkreuzfunktion, das Zwei-Bahnensystem des zukünftigen Flughafens BER nicht ausreichen wird um die Anzahl der vermutlichen zukünftigen Flugbewegungen – unter der Zugrundelegung des zukünftigen Flugzeugmixes eines internationalen Drehkreuzes – abzuwickeln!?

Im Hinblick auf das Planungsprozedere erscheint es geradezu zwingend vorprogrammiert zu sein, sich mit der Planung einer Erweiterung des Bahnensystems rechtzeitig zu beschäftigen! (und aus meiner Sicht wäre rechtzeitig schon „gestern gewesen“!)


Nur, wer will noch einen dritte oder vierte Start- und Landebahn in Schönefeld?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×