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05.06.2013

17:38 Uhr

Hauptstadtflughafen

Fluggesellschaften gegen Teileröffnung von BER

Nach den Plänen von BER-Chef Hartmut Mehdorn soll der Hauptstadtflughafen Stück für Stück in Betrieb genommen haben. Nun wehren sich die deutschen Fluggesellschaften dagegen: Das Vorhaben sei zu teuer.

Noch geht nichts auf dem Hauptstadtflughafen. Hartmut Mehdorn möchte das so schnell wie möglich ändern. dpa

Noch geht nichts auf dem Hauptstadtflughafen. Hartmut Mehdorn möchte das so schnell wie möglich ändern.

BerlinDie deutschen Fluggesellschaften sind dagegen, den neuen Hauptstadtflughafen Stück für Stück in Betrieb zu nehmen. Eine vorweggenommene Inbetriebnahme des Nordpiers bringe weder den Unternehmen noch den Passagieren Vorteile, teilte der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) am Mittwoch in Berlin mit.

„Der Parallelbetrieb von Tegel, Schönefeld und einem Teil des BER spart keine Kosten, sondern würde nur zusätzliches Geld kosten“, kritisierte BDF-Präsident Ralf Teckentrup. Er leitet auch die Airline Condor, mit der Flughafenchef Hartmut Mehdorn nach eigenen Angaben Gespräche über die Teileröffnung führt.

Laut BDF hat Mehdorn mehrere deutsche Fluggesellschaften angesprochen, ob sie vorzeitig zum neuen Flughafen umziehen würden. Der Verband kritisierte, für die Teileröffnung seien die genehmigungsrechtlichen Fragen noch offen. Zudem verschlängen provisorische Abfertigungsschalter und Sicherheitskontrollen für den Nordpier weiteres Geld. Teckentrup forderte von Mehdorn, sich eng mit den Fluggesellschaften abzustimmen, und ein Gesamtkonzept für den Flughafen vorzulegen.

Offen für eine Teileröffnung hat sich bislang nur die britische Fluggesellschaft Easyjet gezeigt, die vom benachbarten alten Schönefelder Flughafen fliegt. Die deutschen Branchengrößen Lufthansa und Air Berlin fliegen vom innenstadtnahen Flughafen Tegel. Mehdorn verhandelt nach eigenen Worten auch mit Norwegian Airlines.

Von

dpa

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