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17.06.2014

15:46 Uhr

Hauptstadtflughafen

Neuer Korruptionsverdacht beim BER

Die Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen wegen Korruption am Hauptstadtflughafen aus. Inzwischen geht es nicht mehr nur um Bestechlichkeit, sondern auch illegale Preisabsprachen.

Der Hauptstadtflughafen steht mal wieder unter Beschuss. Dieses Mal sind es neue Korruptionsvorwürfe. dpa

Der Hauptstadtflughafen steht mal wieder unter Beschuss. Dieses Mal sind es neue Korruptionsvorwürfe.

Berlin/NeuruppinBeim Bau des Hauptstadtflughafens soll es nicht nur Bestechlichkeit gegeben haben, sondern auch illegale Preisabsprachen. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin geht in ihren Ermittlungen gegen den früheren Flughafen-Technikchef Jochen Großmann auch diesem Verdacht nach, wie Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer am Dienstag sagte. Er bestätigte damit Informationen des „Tagesspiegels“ (Dienstag). Zum Stand der Ermittlungen äußerte er sich nicht.

Großmann soll mit seinem Wissen mehreren Firmen die Preisabsprache für ihre Angebote von Planungsleistungen für die Entrauchungsanlage im Terminal ermöglicht haben. Die Probleme mit der Anlage zählen zu den Hauptgründen, warum der Flughafen nicht in Betrieb gehen kann. Flughafenchef Hartmut Mehdorn will am Jahresende einen Eröffnungstermin nennen, der nun frühestens im Jahr 2016 liegen könnte.

Gegen Großmann wird auch wegen Bestechlichkeit ermittelt. Er wurde deshalb entlassen. Er hatte angekündigt, diesen Vorwurf entkräften zu wollen. Zu den neuen Anschuldigungen äußerte sich sein Büro zunächst nicht. Sie waren in einer anonymen Anzeige erhoben worden, wie Schiermeyer sagte.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte am Montag im Brandenburger Landtag noch von einem Einzelfall gesprochen, weitere Enthüllungen aber nicht ausgeschlossen. Eine Arbeitsgruppe nimmt bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung zum 30. Juni die Vergabeverfahren unter die Lupe, an denen Großmann beteiligt war.

Dann will Mehdorn entscheiden, wieviel der 18 Beschäftigten aus Großmanns Dresdner Firma GICON am Flughafen weiterarbeiten. „Wenn sie nichts getan haben, sind wir natürlich schon interessiert, diese Experten zu haben; das sind gute Leute.“ Großmann war im vergangenen Sommer zum Flughafen gekommen, zunächst auf Honorarbasis, bis Mehdorn ihn im April fest einstellte.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.06.2014, 18:51 Uhr

Was kommt bei diesem Unglücksbau noch so alles ans Tageslicht? Das kann doch alles nicht mehr wahr. Jeder schiebt jedem die Schuld zu, überall versickert Geld im System und nicht ein wirklich entscheidender Kopf rollt.

Dagegen ist jede Bananenrepublik doch Kindergeburtstag.

Account gelöscht!

17.06.2014, 19:23 Uhr

Das Ergenis ist das bewußte ziel der Verantwortlichen. Sie weigerten sich einen Termin zu vereinbaren und den Preis festzusetzen. Wozu gab es Boni? Boni = Schmiergelder? Ziel beim BER ist es wohl den Bürger lange zu schädigen bis min. 100 Jahre vorbei sind. Warum weigern sich die Politiker und "Experten" hier Änderungen herbei zu führen?? Welcher Bürger kauft ein Haus mit Fertigstellung offen und Preis interessiert nuiemanden, da der Steuerzahler jede Höhe bezahlt?

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