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13.04.2015

10:55 Uhr

Hauptversammlung

Henkel schwört Russland die Treue

Trotz der politischen Spannungen und wirtschaftlicher Probleme schwört Henkel sowohl Russland als auch der Ukraine die Treue. „Wir werden in beiden Ländern bleiben“, sagt Henkel-Chef Rorsted auf der Hauptversammlung.

Das Unternehmen schaut sich nach Übernahmezielen um. dpa

Das Unternehmen schaut sich nach Übernahmezielen um.

DüsseldorfDer Konsumgüterkonzern Henkel will trotz des wirtschaftlichen Abschwungs und der politischen Spannungen Russland und der Ukraine nicht den Rücken kehren. „Wir werden in beiden Ländern bleiben“, sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted am Montag bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. „Wir glauben an die Zukunft beider Länder“, betonte er.

Russland sei derzeit aber durch den starken Verfall des Ölpreises und die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen des Westens belastet, in der Ukraine schrumpfe die Wirtschaft. In beiden Ländern seien die Währungen unter Druck. Henkel erwarte 2015 aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts negative Effekte auf das operative Ergebnis: Dieses werde mit rund 100 Millionen Euro belastet werden, räumte Rorsted erneut ein.

Seine Prognose für 2015 bekräftigte der Henkel-Chef. Er stellte für 2015 ein organisches Umsatzwachstum - also ohne Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe - von drei bis fünf Prozent in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie solle um etwa zehn Prozent zulegen, die bereinigte Ebit-Marge „etwa sechzehn Prozent“ betragen. Im Vorjahr lag diese von Analysten viel beachtete Kennzahl bei 15,8 Prozent.

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Kasper Rorsted hat Henkel profitabler gemacht. Der Konzern hat stark an seiner Performance gearbeitet und sieht sich jetzt reif für den nächsten Schritt. Die drei jüngsten Firmenkäufe aber bringen neue Hausaufgaben.

Henkel schaut sich zudem nach Übernahmezielen um. Der Konzern verfüge „über große Finanzkraft für weitere Zukäufe“, sagte Rorsted.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Vittorio Queri

13.04.2015, 11:23 Uhr

>> Konsumgüterkonzern Henkel will trotz des wirtschaftlichen Abschwungs und der politischen Spannungen Russland und der Ukraine nicht den Rücken kehren >>

Das halte ich für ein Gerücht.

Die Ukrainer können sich keine Henkel-Produkte mehr leisten und auch mittel- und langfristig nicht mehrleisten können !

Bei Löhnen kleiner 100 $ und Renten kleiner 30 $ sind Henkel-Waschmittel nicht mehr drin !

Billige ukrainische Seife wird als Allround Waschmittel wieder attraktiv !

Herr manfred weiß

13.04.2015, 12:04 Uhr

Was einen an dieser Meldung besonders freut, ist, dass sich hier ein deutscher Konzern aus dem USA-verhafteten Mainstream hervorwagt. Fast alle EU-Konzerne tanzen doch im Übrigen nach der Ami-Pfeife! Alle pfeifen das USA-Sanktionen-Lied gegen Rußland. Keinerlei Selbstbewusstsein, und die europäische Wirtschaft genau wie die russische Wirtschaft leidet unter diesem UNSINN. Und USA reibt sich die Hände. mwh

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