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25.07.2013

18:56 Uhr

Hausgerätehersteller

Miele zahlt Bußgeld wegen Preisabsprachen

Weil dänische Kunden zu viel für Miele-Geräte gezahlt haben, muss der Hersteller nun ein Bußgeld an den dänischen Staat entrichten. Auch zwei Manager müssen für ihr Verhalten bezahlen.

Miele-Montage in Gütersloh: Dänische Kunden haben zu viel Geld für Waschmaschinen und Co. bezahlt. dapd

Miele-Montage in Gütersloh: Dänische Kunden haben zu viel Geld für Waschmaschinen und Co. bezahlt.

ValbyDer Hausgerätehersteller Miele muss wegen illegaler Preisabsprachen in Dänemark ein Bußgeld von 1,2 Millionen dänischen Kronen (etwa 161.000 Euro) zahlen. Das teilte die dänische Behörde für Wettbewerb und Verbraucherschutz am Donnerstag mit. Zwei Personen aus dem Management akzeptierten eine Geldstrafe von jeweils 20.000 Kronen (2700 Euro). Die Firma hatte die Behörde bei der Aufklärung des Falles unterstützt.

Miele habe mit Händlern abgesprochen, dass sie die Preise erhöhen, und in mindestens einem Fall Parallelimporte verhindert. Dadurch sei der Wettbewerb bei den sogenannten Weißen Waren in Dänemark behindert worden.

Kühlschrankmarken in deutschen Haushalten (2012)

AEG/Elektrolux

12,6 Prozent

Bosch

11 Prozent

Siemens

10,2 Prozent

Liebherr

9,3 Prozent

Quelle/Privileg

9,3 Prozent

Bauknecht

8,2 Prozent

Miele

6,9 Prozent

Quelle

Ifak Institut, Ipsos, Media Markt via Statista.de

Der stellvertretender Direktor der Behörde, Carsten Smidt, sagte: „Miele hat mit seinem Verhalten verhindert, dass eine Reihe von Einzelhändlern mit niedrigeren Preisen konkurrieren konnten.“ Weil die Verbraucher nicht die Möglichkeit hatten zu verhandeln, hätten sie so mehr für Miele-Geräte bezahlt.

Von

dpa

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