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07.06.2011

13:29 Uhr

Haushaltsgeräte

Vorwerk verkauft erneut weniger Staubsauger

Der Hausgerätehersteller Vorwerk hat 2010 erneut weniger Staubsauger in Deutschland verkauft. Der Umsatz der Kobold-Sauger ging um 9 Prozent auf 182 Millionen Euro zurück, wie Vorwerk in Wuppertal mitteilte.

Ein Staubsauger "Kobold" von in einer Vorwerk-Fabrik. Quelle: dpa

Ein Staubsauger "Kobold" von in einer Vorwerk-Fabrik.

WuppertalMit neuen Produkten wie Saugrobotern soll das Geschäft nun angekurbelt werden. Auch die Umstellung des „Kobold“-Vertriebs, wonach künftig jeder Vertreter für ein festes Wohngebiet zuständig ist, gehört zur Strategie gegen den langjährigen Abwärtstrend für „Kobold“ in Deutschland. Der Direktvertrieb über die Haustüren bleibe der Hauptabsatzweg.

Vorwerk will die Zahl der Shops und den Verkauf über das Internet aber ausweiten. Vorwerk sieht sich neben Siemens, Miele und Dyson als einer der umsatzstärksten Staubsauger-Hersteller in Deutschland. Allerdings hatte die „Kobold“-Sparte, die bisher mit einem Hand- und einem Bodenstaubsauger lediglich zwei Produkte anbietet, hierzulande seit vielen Jahren zu kämpfen.

Der Umsatz mit dem bekanntesten Produkt des Familienunternehmens im Inland halbierte sich binnen zehn Jahren. „Kobold“ Deutschland schrieb zwar auch 2010 rote Zahlen, der Verlust wurde aber reduziert. „Ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Reiner Strecker, Mitinhaber der Vorwerk Gruppe.

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Der „Kobold“ war eine Wirtschaftswunder-Ikone, heute kämpft er gegen sein Ende. Asiatische Märkte sollen den Sauger retten. Doch für die Vertreter wird die Mission zum Klingelfahrtskommando – von Wuppertal bis Jakarta.

Im Unterschied zu Deutschland wächst das Staubsauger-Geschäft von Vorwerk im Ausland. Größter Absatzmarkt ist Italien. Dort stieg der „Kobold“-Umsatz 2010 um 8,3 Prozent auf knapp 430 Millionen Euro. Die Staubsauger blieben mit rund 718 Millionen Euro Umsatz die größte Vorwerk-Sparte.

Zum größten Wachstumsmotor des Familienkonzerns ist jedoch die Küchengerät-Sparte „Thermomix“ geworden, deren Umsatz 2010 um über ein Fünftel auf 510 Millionen Euro stieg. In Deutschland kletterte der Umsatz dabei um ein Drittel auf 94 Millionen Euro.  

Alle Aktivitäten zusammengenommen erzielte Vorwerk 2010 einen Rekordkonzernumsatz von knapp 2,4 Milliarden Euro. Der Gewinn, der nicht beziffert wurde, sei ebenfalls der höchste in der fast 130- jährigen Firmengeschichte.

Die Mitarbeiterzahl stieg um gut 500 auf rund 22 100. Davon sind 8200 Mitarbeiter in Deutschland tätig. Rund 100 Stellen fielen bei „Kobold“ im Inland weg. Vorwerk-Produkte verkaufen weltweit 602 000 selbstständige Vertreter. In Deutschland sind 12 900 Berater für Vorwerk unterwegs, davon 2500 mit „Kobold“-Staubsaugern.

Von

dpa

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