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21.01.2015

11:40 Uhr

Hawesko-Machtkampf

Was sich bei Jacques' Wein-Depots ändern muss

VonJürgen Röder

Deutschlands größter Weinhändler hat einen neuen Mehrheitseigner: Detlev Meyer. Der 61-Jährige steht vor großen Herausforderungen, will er die Erfolgsgeschichten von Hawesko fortführen. Eine Analyse.

Jacques' Weindepot: Zwischen Aufbruch und Krise. dpa

Jacques' Weindepot: Zwischen Aufbruch und Krise.

DüsseldorfEs ist eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte: Alexander Margaritoff gab 1981 mit 29 Jahren seinen Job bei der BfG-Bank auf, um den kleinen Versandhandel seines verstorbenen Vaters mit gerade mal zehn Millionen Mark Umsatz zu übernehmen. Aus dem Hanseatischen Wein- und Sekt-Kontor, kurz: Hawesko, machte er Deutschlands größten Weinhändler mit einem Konzernumsatz für 2014 bei vermutlich rund 465 Millionen Euro. Der Kurs der Aktie hat sich seit dem Börsengang 1998 verdoppelt.

Doch das wird bald Geschichte sein: Der 61-Jährige tritt Mitte 2015 eher unfreiwillig als Vorstandvorsitzender von Hawesko zurück. Zuvor wird er Detlev Meyer, der mit einem öffentlichen Übernahmeangebot für den Weinhändler einen Machtkampf angezettelt und gewonnen hat, seine 30 Prozent an Aktien andienen. Damit hat Hawesko-Aufsichtsratsmitglied Meyer bereits jetzt schon knapp 65 Prozent der Anteile.

Die Erfolgsgeschichte von Margaritoff dürfte damit zu Ende gehen. Die Herausforderungen für sein Unternehmen, zu dem auch Jacques' Wein-Depots gehören, bleiben: Der Weinhandel steht vor einem gewaltigen Wandel, auf den Hawesko bislang nicht in allen Bereichen eine entsprechende Antwort gefunden hat. Die Lebensmitteleinzelhändler und die Discounter haben mittlerweile einen Anteil von 56 Prozent des gesamten Weinumsatzes in Deutschland erreicht. Und beim Verkauf per Internet herrscht angesichts von mehr als 1000 Online-Shops ein ruinöser Preiskampf.

Die teuersten Weine

Rang 10

Weingut Lafite (Bordeaux), Lafite 1825 (Rotwein), 17.676,82 €, Quelle: Wine-Stocks, nur 0,75 l Flaschen.

Rang 9

Weingut D'Yquem (Bordeaux), D'Yquem 1929 (Weißwein), 22.704,00 €, Quelle: Wine-Stocks, nur 0,75 l Flaschen.

Rang 8

Weingut Domaine de la Romanee Conti, Romanee Conti 1926 (Rotwein), 23.275,20 €

Rang 7

Weingut Sine Qua Non (Kalifornien), Queen of Hearts 1995 (Rotwein), 27.123,59 €

Rang 6

Weingut Jayer-Henri (Burgund), Richebourg 1959 (Rotwein), 28.750,00 €

Rang 5

Weingut Domaine de la Romanee Conti, Romanee Conti 1945 (Rotwein), 30.892,65 €

Rang 4

Weingut Penfolds (Australien), Bin 1 1951 (Rotwein), 30.892,65 €

Rang 3

Weingut Jura No Name (Jura), Vin Jaune 1774, (Weißwein), 33.300,00 €

Rang 2

Weingut D'Yquem (Bordeaux), D'Yquem 1784 (Weißwein), 43.947,00 €

Rang 1

Weingut D'Yquem (Bordeaux), D'Yquem 1811 (Weißwein), 70.888,00 €

Die Folge: Das operative Ergebnis stagnierte in den vergangenen Jahren bei rund 25 Millionen Euro. Doch um den geplanten Wachstumskurs, den auch Meyer befürwortet, zu erreichen, wird der neue Mehrheitseigner den Konzern verändern müssen. Denn Meyer muss sich an seinem Versprechen messen lassen, das operative Ergebnis zu steigern.

Kommentare (1)

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Herr hel sta

21.01.2015, 12:42 Uhr

Sorry, aber der Artikel wird dem Titel in keiner Weise gerecht: Was muss sich denn nun konkret ändern, nach Meinung des Autors? Hier bleibt er leider jede Antwort schuldig. Der Artikel ist ja nur eine bloße Aneinanderreihung von Plattitüden (und die Aufzählung der 20 teuersten Weine interessieren ja nun gar niemand).
Eigentlich sind wir mehr konkrete Info beim Handelsblatt gewohnt!

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