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25.02.2016

10:24 Uhr

Henkel zahlt mehr Dividende

Kasper Rorsted versüßt Aktionären seinen Abschied

Der scheidende Henkel-Vorstandschef legt vor seinem Wechsel zu Adidas nochmal gute Zahlen bei vor. Davon profitieren die Anleger durch eine wesentlich höhere Dividende. Wie Rorsteds letzte Bilanz ausfällt.

„2015 war ein ausgezeichnetes Jahr für Henkel.“ dpa

Kasper Rorsted

„2015 war ein ausgezeichnetes Jahr für Henkel.“

DüsseldorfDer scheidende Chef Kasper Rorsted hinterlässt dem Konsumgüterkonzern Henkel ein Gewinnplus und versüßt den Aktionären mit einer deutlich höheren Dividende seinen Abschied. 2016 erwartet der Hersteller vor Pritt und Persil allerdings ein geringeres organisches Umsatzwachstum als in der Vergangenheit.

Das Mittelfristziel, den Umsatz bis Ende 2016 auf 20 Milliarden Euro in die Höhe zu schrauben, gaben die Düsseldorfer nicht auf. Es bleibt aber noch ein langer Weg: 2015 lagen die Erlöse bei 18 Milliarden Euro.

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Kasper Rorsted sieht Henkel vor einem strategischen Neubeginn. Im Interview spricht er zudem über die Motive seines Wechsels zu Adidas und beschreibt die Flüchtlingskrise mehr als kulturelle denn finanzielle Herausforderung.

Rorsted zog eine positives Bilanz seines letzten Jahres als Henkel-Chef: „2015 war ein ausgezeichnetes Jahr für Henkel. Umsatz, Ergebnis, Ergebnis je Aktie und auch die vorgeschlagene Dividende sind jeweils zweistellig gestiegen“, bilanzierte der gebürtige Däne. Daran sollen auch die Anteilseigner beteiligt werden: Für 2015 will der Konzern die Ausschüttung in die Höhe schrauben - je Vorzugsaktie sollen die Aktionäre 1,47 (Vorjahr: 1,31) Euro erhalten, je Stammaktie sind es 1,45 (1,29) Euro.

Doch 2016 werde für den Konzern nicht einfach: „Das wirtschaftliche und politische Umfeld wird in diesem Jahr schwierig bleiben.“ Die Rheinländer rechnen nun mit einem organischen Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent, in der Vergangenheit lag diese Spanne bei drei bis fünf Prozent. Die Prognose drückte die Henkel-Aktien ins Minus. Die Papiere notierten bis zu 2,4 Prozent schwächer und zählten damit zu den wenigen Verlierern im Dax.

Rivale Beiersdorf hatte ein Erlösplus zwischen drei und vier Prozent angekündigt. Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie erwartet Henkel ein Plus von acht bis elf Prozent und bei der bereinigten Ebit-Marge einen Anstieg von 16,5 Prozent.

Seine Sparkurs will das Unternehmen 2016 fortsetzen. Henkel werde auch im laufenden Jahr Stellen abbauen, kündigte Rorsted im Gespräch mit Analysten an. Henkel müsse „effizienter und wettbewerbsfähiger“ werden, unterstrich der Vorstandschef.

Im vierten Quartal legte der organische Umsatz um 2,9 Prozent zu. Henkel arbeitete aber profitabler: Der bereinigte operative Ertrag (Ebit) legte auf 670 (Vorjahr: 602) Millionen Euro zu, der Gewinn nach Anteilen Dritter kletterte auf 446 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem bereinigten operativen Ertrag in Höhe von 671 Millionen Euro gerechnet.

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