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07.01.2010

14:43 Uhr

HHLA und Eurogate

Preise für Containerumschlag sollen sinken

Eine gute Nachricht für alle Logistikkonzerne: Der Hafen- und Logistikkonzern HHLA will zusammen mit seinem Rivalen Eurogate die Kosten des Containerumschlags im Hamburger Hafen senken.

Im Hamburger Hafen sinken die Preise. Quelle: ap

Im Hamburger Hafen sinken die Preise.

HB HAMBURG. Die beiden Konkurrenten gründen dafür ein Gemeinschaftsunternehmen, das den Verkehr der Zubringerfrachter schneller machen soll, die die Boxen von den Containerriesen abholen und weiter transportieren. Von den erwarteten Einsparungen sollen sowohl Reedereien als auch die Terminalbetreiber und die so genannten Feederdienste profitieren.

Die Feeder sammeln die Container, die mit großen Überseeschiffen aus Asien und Amerika in der Hansestadt ankommen, an den Terminals ein und transportieren diese weiter in die Abnehmerländer im Ostseeraum. Die neu gegründete Feeder Logistik Zentrale (FLZ), an der die HHLA zwei Drittel der Anteile hält, soll den Verkehr koordinieren, damit die Containerschiffe schneller bedient werden. Erster Kunde der FLZ ist die dänische Reederei Unifeeder, die die meisten Zubringerdienste in Hamburg abwickelt. Auf ihrer Rundreise durch den Hafen brauchen die Zubringerschiffe in der Regel bis zu 24 Stunden, um mehrere Containerterminals abzufahren. Diese Zeit soll durch die bessere Koordination um bis zu vier Stunden sinken. Damit können sich auch die Liegezeiten der Containerfrachter verringern, die Terminals können effektiver arbeiten. Die exakten Einsparungen wurden bei der Vorstellung des Projekts nicht beziffert. Der Hamburger Hafen kämpft wie alle Häfen wegen der Konjunkturflaute mit einem Rückgang im Güterumschlag. Zwischen den nordeuropäischen Häfen ist ein Konkurrenzkampf um die niedrigsten Kosten entbrannt, um Reedereien an sich zu binden. Von schnelleren Zubringerdiensten erhoffen sich die Hamburger Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz. Durch den Einbruch beim Warenumschlag mit Osteuropa als Folge der Wirtschaftskrise verzeichnete Hamburg im vergangenen Jahr auch einen deutlichen Rückgang im Feederverkehr, der einen großen Anteil am Containerumschlag ausmacht. Gesunkene Charterraten und Treibstoffkosten sorgten zudem dafür, dass Feederdienste auch von Anbietern in den Beneluxhäfen und an der Nordspitze Dänemarks angeboten wurden. Durch die Einsparungen in Hamburg sollen Feederdienste, wie der der chinesischen Reederei China Shipping von Zeebrügge nach Hamburg zurückgeholt werden. "Die Feederdienste haben sich in den vergangenen Monaten stabilisiert. Wir hoffen auf Steigerung im Jahr 2010", sagte HHLA-Vorstand Stefan Behn.

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