Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2014

16:22 Uhr

„Historische Einigung“

Iberia-Piloten verzichten auf Gehalt

Jahrelang wurde gestritten, nun ist die Einigung da: Die Piloten der spanischen Fluglinie Iberia verzichten nach zähen Verhandlungen auf Teile ihres Gehalts. So soll die Airline wieder auf die Beine kommen.

Iberia hat nach eigenen Angaben zwischen 2008 und 2012 Verluste in Höhe von 850 Millionen Euro angehäuft. AP/dpa

Iberia hat nach eigenen Angaben zwischen 2008 und 2012 Verluste in Höhe von 850 Millionen Euro angehäuft.

MadridDie Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia verzichten auf mindestens 14 Prozent ihres Gehalts. Im jahrelangen Streit mit der Pilotengewerkschaft Sepla sei eine „historische“ Einigung erzielt worden, teilte die Airline am Donnerstag mit. Damit solle das angeschlagene Unternehmen wieder wettbewerbsfähiger und profitabel werden.

Die Gehälter der rund 1400 Flugkapitäne sollen um mindestens 14 Prozent gekürzt und bis 2015 eingefroren werden, wie Iberia mitteilte. Sie könnten um weitere vier Prozent verringert werden, falls sich die Produktivität nicht wie erhofft verbessere. Ab 2015 könnten die Gehälter wieder steigen. Die Große Tarifkommission der Sepla muss der Übereinkunft noch zustimmen.

„Dieses Abkommen verringert die Kostenstruktur von Iberia und schafft die Grundlagen für ein einträgliches Wachstum“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Luis Gallego. Willie Walsh, der Chef des Luftfahrtkonzerns IAG, zu dem Iberia 2011 mit British Airways fusionierte, sprach von einem „Wendepunkt“ für Iberia. Der Sepla-Vertreter bei Iberia, Justo Peral, sagte, die Airline werde eine in der Branche einmalige Produktivität erreichen: „Mehr Produktivität als Easyjet und Ryanair“, sagte er mit Blick auf die konkurrierenden Billigflieger. Werde das Abkommen umgesetzt, verringerten sich die Personalkosten um 62 Prozent.

Iberia hat nach eigenen Angaben zwischen 2008 und 2012 Verluste in Höhe von 850 Millionen Euro angehäuft. Grund waren hohe Kerosinkosten, die Wirtschaftskrise in Spanien und hohe Betriebskosten. Seit dem Zusammenschluss mit British Airways im Januar 2011 wurden Dutzende Iberia-Flugrouten gestrichen. Im vergangenen Jahr einigten sich Iberia und die Gewerkschaften nach monatelangen Streiks und Protesten auf die Streichung von 3100 Stellen, nachdem zuvor die Entlassung von 3800 Mitarbeitern geplant war.

Im dritten Quartal 2013 steigerte Iberia den Gewinn auf 74 Millionen Euro nach nur einer Million Euro im Vorjahresquartal. British Airways hingegen erzielte 477 Millionen Euro Gewinn nach 268 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×