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26.12.2012

16:11 Uhr

Hochgeschwindigkeitsstrecke

China eröffnet längste Bahnlinie der Welt

China hat bereits das weltweit größte Hochgeschwindigkeitsnetz. Nun ist der Stolz der Nation um eine wichtige Trasse gewachsen - und mit Hilfe milliardenschwerer Investitionen es sollen noch deutlich mehr werden.

Hochgeschwindigkeitsstrecke in China eröffnet

Video: Hochgeschwindigkeitsstrecke in China eröffnet

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PekingChina ist um ein Prestigeobjekt reicher: Zwischen der Hauptstadt Peking und der Millionen-Metropole Guangzhou (Kanton) im Süden des Landes ist am Mittwoch die längste Hochgeschwindigkeits- Bahnstrecke der Welt in Betrieb genommen worden.

In nur etwa acht Stunden legen die Züge die 2298 Kilometer zurück, wie staatliche Medien berichteten. Konventionelle Züge brauchten bislang mehr als 20 Stunden. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liege bei 300 Stundenkilometern.

Das Hochgeschwindigkeitsnetz im Reich der Mitte erreichte mit der neuen Trasse eine Gesamtlänge von rund 9300 Kilometern. Es wird aber noch weiter wachsen: Bis 2020 soll es mit milliardenschweren Investitionen auf 50 000 Kilometer erweitert werden.

„Diese Inbetriebnahme zeigt, dass Chinas Hochgeschwindigkeits-Netz anfängt, Gestalt anzunehmen“, sagte der Direktor für Wissenschaft und Technologie im Bahnministerium, Zhou Li, nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Einen Dämpfer hatte der rasche Ausbau der Bahnstrecken in China im Juli 2011 erhalten. Damals starben beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Wenzhou im Osten des Landes 40 Menschen. Rund 190 wurden verletzt.

Nach dem Unglück ordnete die Regierung eine Sicherheitsüberprüfung des gesamten Netzes und eine Verringerung der maximalen Geschwindigkeiten um 50 auf 300 Stundenkilometer an. Diese Kontrollen hätten die Eröffnung der neuen Trasse Peking-Guangzhou um etwa ein Jahr verzögert, hieß es in Medienberichten.

Auf der Strecke werden Schätzungen zufolge täglich bis zu 155 Züge vor allem des chinesischen Herstellers CNR in beiden Richtungen unterwegs sein. Stopps sind in 35 Bahnhöfen geplant. Die Trasse soll auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes weiter vorantreiben. Die Fahrkarten kosten zwischen 865 Yuan (etwa 107 Euro) und 2727 Yuan (etwa 338 Euro). Die Durchschnittspreise sind somit vergleichbar mit denen eines preiswerten Fluges.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Nachwuchs

26.12.2012, 19:01 Uhr

Nach meinem heutigen Spaziergang in der Berliner City, frage ich mich, warum beschäftigen wir keine Polen, Chinesen usw., die gewillt sind korrekte, schnelle Arbeit zu leisten. In Deutschland sind nur noch Pfuscher, unfähige und preistreibende Experten Am Werk. Jede Baustelle wird neu eröffnet und dann darf nur 1 Arbeiter je Monat dort erscheinen. Eine Stunde nach Eröffnung wird sofort wieder geschlossen um den befohlenen Pfusch zu beseitigen. Die Preise müssen natürlich zum Angebot um 1000% steigen auf Anweisung der Experten, die noch mit Boni belohnt werden lt. Fürsprache unserer Politiker.Hoffentlich wird dies im nächstes Jahr 2013 anders und die verantwortlichen werden mit lebenslanger Haft (Echtzeit) und Vermögensentzug der gesamten Familien, Verwandtschaft, Freundschaft und Bekanntschaft, lebenslanges Berufsverbot bestraft!

Lexi

26.12.2012, 20:51 Uhr

Die Strecke von Frankfurt nach Madrid ist rund 300km kürzer als die von Peking nach Guangzhou. Schauen Sie mal auf der Internet-Seite der Deutschen Bahn nach, wie lange eine Fahrt dauert. Die bisherigen 22 Stunden in China reichen in Europa leider nicht. Aber unnötig Milliarden in einen Bunker-Bahnhof versenken, das können die Dummköpfe bei der DB. Es ist einfach nur zum Heulen.

Nachwuchs hat Recht: Es wird Zeit, das ein paar Leute einen Kopf kürzer gemacht werden.

Account gelöscht!

27.12.2012, 00:41 Uhr

Europa wo bist du???
Vor hundert Jahren waren unsere Vorfahren fähig ein modernes Schienennetz aufzubauen - bis nach Königsberg. Gewiss, die Militärs waren daran interessiert. Der Krieg als Vater aller Dinge.
Aber es ist doch sinnvoll in diesem kleinen Europa EINE BAHN aufzubauen.
Dafür wäre ich bereit mehr Steuern zu zahlen (oder weniger Geld für die Olivenhaine oder so..).
Politiker aller Länder.... TUT WAS! Für Europa und unsere Nachfolger.

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