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28.07.2017

12:53 Uhr

Höhere Prognose

Aktionäre feiern Adidas

Die Adidas-Aktie hat an der Börse ein wahres Kursfeuerwerk abgebrannt: Starke Wachstumszahlen, bessere Prognosen und ein Deal beim Golfzubehör schoben das Papier um 8,5 Prozent an. Selbst Skeptiker sind nun überzeugt.

Überzeugt selbst skeptische Analysten: der erfolgsverwöhnte Adidas-Chef. Reuters

Kaspar Rorsted

Überzeugt selbst skeptische Analysten: der erfolgsverwöhnte Adidas-Chef.

Herzogenaurach/BerlinReißender Absatz von Turnschuhen und Sportkleidung stimmt Adidas noch optimistischer als bisher. Angesichts kräftiger Umsatz- und Gewinnsteigerungen im zweiten Quartal schraubt Europas größter Sportausrüster seine Ziele für das Gesamtjahr in die Höhe. Vorstandschef Kasper Rorsted erwartet nun ein Umsatzplus im fortgeführten Geschäft von 17 bis 19 Prozent - jeweils fünf Prozentpunkte mehr als bisher geplant. Der Gewinn soll mit 26 bis 28 Prozent sogar etwa doppelt so stark steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Auch die Rivalen Nike und Puma hatten zuletzt mit starkem Wachstum überrascht.

Adidas-Anleger waren begeistert: Der Aktienkurs schoss am Freitag um 8,5 Prozent in die Höhe und erreichte mit 192 Euro ein Allzeithoch. Die Titel waren damit zeitweise die einzigen Gewinner im Leitindex Dax, der insgesamt mehr als 0,7 Prozent nachgab.

Adidas überzeugte sogar Skeptiker: DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm, der nach dem ersten Quartal noch mit einer „abflachenden Ertragsdynamik“ gerechnet und seine „Kauf“-Empfehlung vorübergehend zurückgenommen hatte, sieht den fairen Wert der Aktie nun bei 215 statt bisher 190 Euro.

Im zweiten Quartal verdiente Adidas operativ mit 505 Millionen Euro 18 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft stieg um 20 Prozent auf fünf Milliarden Euro.

Der Konzern aus Herzogenaurach will sich ganz auf Schuhe und Bekleidung der Marken Adidas und Reebok konzentrieren und hat deshalb sein Golfzubehör-Geschäft verkauft. Die Marken TaylorMade, Adams und Ashworth gingen an den US-Finanzinvestor KPS. Auch die Eishockey-Sparte wird abgegeben. Die Marke CCM Hockey wurde an den Finanzinvestor Hill Equity Partners veräußert. Details zu den Geschäftsergebnissen will Adidas am kommenden Donnerstag vorlegen.

Von

rtr

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