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24.04.2014

19:57 Uhr

Hooters geht nach Moskau

„Was hat die Politik mit einer Sportsbar zu tun?”

Andrej Kirilenko hat als Basketballprofi in den USA Erfolg. Jetzt will er mit der amerikanischen Fastfood-Kette Hooters in Russland durchstarten. Ausgerechnet in einer Zeit größter Spannungen zwischen den beiden Ländern.

Bedienungen in einer Hooters-Filiale: Der Russe Andrej Kirilenko will in Moskau den ersten russischen Ableger der Fastfood-Kette eröffnen, trotz der derzeitigen Spannungen zwischen den USA und Russland. dpa

Bedienungen in einer Hooters-Filiale: Der Russe Andrej Kirilenko will in Moskau den ersten russischen Ableger der Fastfood-Kette eröffnen, trotz der derzeitigen Spannungen zwischen den USA und Russland.

Kellnerinnen in Cheerleader-Outfits servieren Hamburger und Chicken Wings – das Geschäftsmodell der amerikanischen Fastfood-Kette Hooters ist simpel. Ausgerechnet in Russland, wo westliche Marken zur Zeit nicht besonders populär sind, soll nun bald die erste Filiale der Franchisekette eröffnen. Zumindest plant das Andrej Kirilenko, ein russischer Spieler in der amerikanischen National Basketball Association (NBA).

Obwohl erst in diesem Monat McDonald's seine Restaurants auf der Krim geschlossen hat, lässt sich der 2,6 Meter große Basketballpofi nicht von den Spannungen zwischen USA und Russland beeindrucken.

„Was hat die Politik mit einer Sportsbar zu tun?” fragt der 33-jährige Kirilenko in einem Interview mit Nachrichtenagentur Bloomberg. „Russen und Amerikaner gleichen sich mehr, als dass sie sich voneinander unterscheiden - große Sportfans, die gutes Essen und eine gute Zeit wollen. Und mit Kellnerinnen wie bei uns ist das ein todsicherer Treffer.”

Eröffnen soll die Filiale in Moskau am 28. April. Es ist die erste von fünf in Russland geplanten Hooters-Filialen.

Kirilenko, der aus dem Ural stammt, verbringt seine Sommer in Russland. Jetzt unterstützt er Hooters aus Atlanta bei dessen größter Expansion in der 23-jährigen Unternehmensgeschichte, wie Andre Thome, Leiter Marktentwicklung Europa, erläutert.

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Vielleicht sind die US-Amerikaner die Produktpalette des bisher größten Fastfood-Restaurants einfach leid: Sie meiden die McDonald's-Filialen. Das bekommt der Riese unter den standardisierten Schnellimbissen zu spüren.

In den USA verfügt Hooters bereits über 350 Restaurants. Hinzu kommen weitere 60 Standorte in aller Welt. Zu den für dieses Jahr geplanten Neueröffnungen außerhalb der USA zählt neben Moskau laut Thome auch das thailändische Phuket.

Die Moskauer können sich schon seit 1990, als McDonald's sein erstes Restaurant in der Sowjetunion eröffnete, einen Eindruck vom amerikanischen Fastfood verschaffen. Die Kette hat heute 420 Standorte im Land. Auch Shake Shack, Burger King und Subway sind inzwischen auf den russischen Markt gegangen.

Direktor des ersten Hooters in Moskau, das sich in der Nähe der ehemaligen KGB-Zentrale befindet, ist Andrej Gomilin. Seinen Angaben zufolge werden 169 Menschen Platz finden. Das Restaurant verfüge über 40 Flachbildfernseher, auf denen amerikanische und russische Sportereignisse gezeigt werden sollen.

Hooters wird für das neue Restaurant bis zu 80 weibliche Bedienungen anstellen. Fünf sind bereits nach St. Louis und nach Atlanta geschickt worden, wo sie auf ihre neue Aufgabe in Moskau vorbereitet werden, sagte Gomilin.

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