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29.09.2015

13:48 Uhr

Hornbach mit gutem Quartal

Baumarkt-Riese lässt schwachen Jahresauftakt vergessen

Hornbach verdient im zweiten Quartal des Geschäftsjahres wieder richtig gut. Die Schwäche vom Jahresbeginn ist damit fast ausgeglichen. Nun will das Unternehmen Filial- und Onlinegeschäft enger verzahnen.

Das Unternehmen ist mit dem zweiten Geschäftsquartal zufrieden. dpa

Baumarktkette Hornbach

Das Unternehmen ist mit dem zweiten Geschäftsquartal zufrieden.

FrankfurtDie Baumarktkette Hornbach Holding will ihr Wachstum mit einer engeren Verzahnung von klassischem Filialgeschäft und Internet-Handel vorantreiben. Der Konzern stecke viel Geld „in die Verbindung von Old und New Economy“, erklärte Vorstandschef Albrecht Hornbach am Dienstag bei der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen. Die zunehmende Digitalisierung habe bereits dazu beigetragen, dass der Konzern in den meisten Ländern weiterhin über dem Branchendurchschnitt wachse und seinen Marktanteil ausbauen könne. Im zweiten Quartal legte das Unternehmen aus Neustadt an der Weinstraße nach dem Gewinnrückgang im vorherigen Vierteljahr eine Schippe drauf und sieht sich damit auf Kurs zu seinen Jahreszielen.

Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg im zweiten Quartal um 13,0 Prozent auf 74,4 Millionen Euro, während der Umsatz um 6,6 Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro zulegte. Die Hornbach Holding habe die „Ertragsdelle des Auftaktquartals bereits nach sechs Monaten fast vollständig ausgebügelt"“ führte Konzernchef Hornbach aus. Im ersten Vierteljahr des Geschäftsjahres konnte das SDax-Unternehmen nicht mit dem rasanten Wachstum des Vorjahres mithalten, als unter anderem die Pleite von Rivalen den Pfälzern ein Rekordergebnis beschert hatte.

Trotz der jüngsten Aufholjagd blieb Hornbach allerdings im ersten Halbjahr 2015/2016 mit einem Ebit von 151,1 Millionen Euro hinter dem Vorjahreswert von 154,0 Millionen Euro zurück. Die Holding betreibt europaweit 149 Bau- und Gartenmärkte und bündelt sie in der ebenfalls gelisteten Hornbach Baumarkt AG. Dieses Einzelhandelsgeschäft verzeichnete im ersten Halbjahr flächen- und währungsbereinigt ein Umsatzplus von 1,3 Prozent, wobei sich das Geschäft im Ausland erneut besser entwickelte als auf dem Heimatmarkt Deutschland.

Die Vorbereitungen für den geplanten Rechtsformwechsel der Holding zur Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) laufen Hornbach zufolge planmäßig. Die Eintragung ins Handelsregister und die Erstnotierung der KGaA-Stammaktien seien für Oktober 2015 geplant. Die Aktionäre hatten im Juli grünes Licht für den Schritt gegeben. Er soll Hornbach mehr Gewicht an der Börse verleihen, ohne die Vormachtstellung der gleichnamigen Eigentümerfamilie zu gefährden.

Von

rtr

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