Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2011

08:58 Uhr

Horst Norberg

„Die Stagnation sehen wir gelassen“

VonChristoph Kapalschinski

Erstmals stagnieren die Umsätze von Media-Saturn. Was dem Unternehmen fehlt, ist eine Online-Strategie. Darüber sprach der neue Geschäftsführer Horst Norberg mit dem Handelsblatt.

Horst Norberg: "Unsere Tests in den Niederlanden und Österreich laufen positiv." Pressebild

Horst Norberg: "Unsere Tests in den Niederlanden und Österreich laufen positiv."

Handelsblatt: Der Umsatz von Media-Saturn in Deutschland stagniert. Brauchen Sie eine neue Strategie?

Horst Norberg: Media-Saturn als Deutschlands und Europas Nummer eins arbeitet immer an der Weiterentwicklung der Strategie, um sich kontinuierlich an die sich weiter verändernden Kundenwünsche anzupassen. Die erwähnte Stagnation des Umsatzes sehen wir gelassen, sie lässt sich aus unserer Sicht relativ einfach erklären: Zum einen gab es an den Haupteinkaufstagen - den Adventssamstagen - heftigste Witterungsbedingungen in Deutschland, zum anderen war die Messlatte aus dem Vorjahr mit dem extrem hohen Umsatzanteil von Media-Markt durch die Kampagne zum 30-jährigen Jubiläum sehr ambitioniert. Über unsere 17 Länder gesehen hat sich der Umsatz positiv entwickelt. Hier zahlt sich unsere weit vorangeschrittene Internationalisierung aus.

Wie kommt Media-Saturn in Deutschland wieder auf Wachstumskurs?

Saturn feiert 2011 den 50. Geburtstag, unsere Jahresstartaktionen bei Media-Markt und Saturn werden von den Kunden hervorragend angenommen. Das zeigt, dass die Umsatzstagnation im vierten Quartal 2010 vor allem witterungsbedingt war. Lassen Sie sich überraschen - wir haben jeden Anlass, positiv in die Zukunft zu schauen. Zudem haben wir noch einige Pfeile im Köcher! Im Übrigen ist die Profitabilität Deutschlands unverändert hoch und konnte 2010 sogar noch weiter verbessert werden.

Bis wann könnte ein Online-Shop stehen?

Unsere Tests in den Niederlanden und Österreich laufen positiv. Alles spricht im Moment dafür, dass wir in diesem Jahr auch in Deutschland starten können. Wichtig ist, dass ein Onlinekonzept die stationären Märkte unterstützt.

Lässt sich ein Online-Shop so gestalten, dass er die Läden nicht gefährdet?

Darin liegt die Herausforderung, an der wir mit Hochdruck arbeiten. Zudem sehen wir hier eher Chancen, dem stationären Handel zusätzliche Impulse zu geben.

Sehen Sie einen Konflikt zwischen den Anteilseignern um die Strategie?

Aus unserer Sicht befinden wir uns in einem sehr guten Gleichklang mit all unseren Gesellschaftern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×