Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2011

08:00 Uhr

Hotelbranche

Stetige Suche nach den besten Standorten

VonEberhard Krummheuer

Asiens Hotelketten entdecken London, Paris und New York – blicken aber schon wieder nach Osten: Der große Markt China lockt sie noch mehr.

Das "Muse-"Hotel De Luxe in Frankreich. Quelle: PR

Das "Muse-"Hotel De Luxe in Frankreich.

DüsseldorfDas kleine, aber noble Hotel steht in einem provenzalischen Terrassengarten unweit von St. Tropez. Die 15 großzügigen Suiten, größtenteils mit privatem Pool, sind „Musen“ gewidmet – darunter Edith Piaf und Catherine Deneuve. Gäste werden mit dem Bentley zum Hafen, zum Airport oder an den Strand, wo ein „Sun-Butler“ beim Aufstellen der Sonnenschirme – und auf Wunsch auch beim Eincremen – hilft, geshuttelt. Dafür reichen die Zimmerpreise an stolze 3000 Euro pro Nacht heran.

Die Nobelherberge gehört der YTL-Group, einem der größten Mischkonzerne Malaysias. Das nach den Initialen seines Gründers Yeoh Tiong Lay benannte Unternehmen betreibt mehrere Luxusresorts, so auch das vielfach ausgezeichnete und bei gut zahlenden deutschen Gästen beliebte Pangkor Laut Resort an der malayischen Westküste. Das Hotel „Muse“ ist der erste Schritt von YTL nach Europa.

Unweit von Malaysia, in Singapur, entschloss sich ein weiterer Edelhotelbetreiber, nach Europa zu gehen. Der Luxushotelbetreiber General Hotel Management (GHM) baut in der Schweiz, zwischen Vierwaldstätter See und Gotthard, die feine, teure Hotel- und Ferienretorte „Andermatt Swiss Alps“. Dazu gehört das Hotel „Chedi Andermatt“, ein kleines Fünf-Sterne-Superior-Hotel mit Suiten, Penthouses, Lofts und Residenzen im alpenländischen Stil.

„Der britische und der deutschsprachige Markt bieten uns viel Potenzial, deshalb müssen wir auch in Europa Präsenz zeigen“, sagt GHM-Marketing- und Vertriebsvorstand Clement Koh. Neben „Dschungel-, Beach- und Skiresorts“ spricht er auch von City-Resorts, mit denen sein Unternehmen expandieren will. Ein bisschen auch in Europa, aber eigentlich eher in China: „Dort müssen wir sichtbarer werden. Der Markt ist groß genug für alle.“

Das deckt sich bis in die Formulierung mit der Einschätzung von Marcel van Aelst. Der niederländische Hotelier ist eine Ausnahmeerscheinung – selbst im exotischen Hotelbusiness: Er ist Vorstand in der noblen japanischen Hotelgesellschaft Okura und zugleich Hausherr des einzigen europäischen Okura in Amsterdam: „Der Markt in China ist grenzenlos. Jeder, der da hingeht, wird Geld verdienen.“

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

EndeAus

30.04.2011, 09:09 Uhr

Bald ist es aus mit diesen Hotelanlagen.
Wer soll sie denn noch bezahlen können nach dem großen Crash ? - very soon.......

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×