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17.05.2016

10:02 Uhr

Hudson's Bay Company

Kaufhof-Mutter expandiert in die Niederlande

VonFlorian Kolf

Der kanadische Handelskonzern Hudson's Bay setzt nach der Übernahme von Kaufhof zum nächsten großen Schlag an. Jetzt will er den niederländischen Markt aufrollen – und ganz neue Marken nach Europa bringen.

Die Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) will im Laufe der nächsten zwei Jahre bis zu 20 Kaufhäuser in den Niederlanden eröffnen. dpa

Galeria Kaufhof

Die Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) will im Laufe der nächsten zwei Jahre bis zu 20 Kaufhäuser in den Niederlanden eröffnen.

DüsseldorfDie Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) will im Laufe der nächsten zwei Jahre bis zu 20 Kaufhäuser in den Niederlanden eröffnen. Die ersten Häuser sollen bereits im Sommer 2017 in Betrieb gehen. Das kanadische Handelsunternehmen will in den Häusern 2500 Arbeitsplätze schaffen.

HBC übernimmt Standorte, die zuvor von der inzwischen insolventen Kaufhauskette V&D genutzt wurden. Da sich kein Käufer für das Unternehmen V&D fand, hat HBC jetzt die Möglichkeit, sich die besten Standorte auszusuchen, ohne Altlasten des insolventen Unternehmens übernehmen zu müssen.

Die neuen Häuser sollen jedoch nicht die Marke Galeria Kaufhof tragen. Zum Teil firmieren sie unter dem Namen Hudson's Bay, zum Teil werden sie als Outlet Center unter amerikanischen HBC-Marke Saks Off 5TH geführt.

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Kaufhof dürfte trotzdem von der Expansion profitieren. Denn die neuen Häuser werden von der Zentrale in Köln aus geführt und sollen die bestehende Infrastruktur in Europa nutzen. So können im Bereich der IT, im Einkauf und im Digital-Bereich die gleichen Plattformen genutzt werden. „Mit der Übernahme von Galeria im Jahr 2015 und unserer europäischen Zentrale in Köln haben wir die Basis für unser künftiges organisches Wachstum in Europa geschaffen“, betont HBC-Chairman Richard Baker.

HBC hat in den Niederlanden bereits langfristige Mietverträge für einzelne Standorte in attraktiven Innenstadtlagen abgeschlossen und erwartet den Abschluss weiterer Verträge in den kommenden Wochen. In den Umbau und die Modernisierung der 20 Häuser sollen rund 300 Millionen Euro investiert werden, die aber zum größten Teil von den Eigentümern der Immobilien aufgebracht werden. HBC wird hauptsächlich in das operative Geschäft, die Mitarbeiter und die Vermarktung investieren.

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