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10.06.2016

14:38 Uhr

Hudson's Bay

Kaufhof hilft US-Mutter auf die Sprünge

Hudson's Bay hatte Kaufhof im September für rund 2,8 Milliarden Euro von der Metro übernommen. Die Übernahme kurbelt die Umsätze des neuen Eigners ordentlich an. Unter dem Strich bleiben aber rote Zahlen stehen.

Der neue Kaufhof-Eigner will auf die Kostenbremse treten. dpa

Galeria Kaufhof

Der neue Kaufhof-Eigner will auf die Kostenbremse treten.

Bangalore/DüsseldorfDie Übernahme des deutschen Warenhausriesen Kaufhof kurbelt die Umsätze des nordamerikanischen Handelskonzern Hudson's Bay an. Die Erlöse bei Hudson's Bay kletterten vor allem durch die Expansion nach Europa von Februar bis April um knapp 60 Prozent auf knapp über drei Milliarden kanadische Dollar - über zwei Milliarden Euro -, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Kaufhof selbst verbuchte auf vergleichbarer Basis einen Umsatzzuwachs von 0,7 Prozent. Konkurrent Karstadt geht dagegen für das laufende Geschäftsjahr von einem Minus bei den Erlösen aus.

Hudson's Bay hatte Kaufhof im September für rund 2,8 Milliarden Euro von der Metro übernommen. Der neue Eigner hat im Einkauf der Kette den Rotstift angesetzt. Rund 100 Mitarbeiter sind betroffen.

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Unter dem Strich schrieb Hudson's Bay im Quartal rote Zahlen. Der Netto-Verlust stieg auf 97 (Vorjahr: 49) Millionen kanadische Dollar, umgerechnet etwa 67 Millionen Euro. Viele Händler machen zu Jahresanfang Verlust, den Löwenanteil ihrer Gewinne fahren sie dann im Weihnachtsgeschäft ein.

Der neue Kaufhof-Eigner will aber auch auf die Kostenbremse treten. Kaufhof ist dabei betroffen: „Im Einkauf findet eine Neuausrichtung statt mit dem Ziel, effizienter und innovativer zu werden“, sagte ein Sprecher. "Über 100 Mitarbeiter werden neue Aufgaben übernehmen, in den Ruhestand wechseln oder mit einer Abfindung das Unternehmen verlassen", fügte er hinzu. Dies geschehe in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern.

Von

rtr

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