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03.02.2017

17:30 Uhr

Hudson's Bay und Macy's

Kaufhof-Käufer könnte Kult-Kaufhaus kaufen

Hudson's Bay hat 2015 die deutsche Kaufhof geschluckt. Jetzt sind die Kanadier offenbar erneut in Kauflaune: Laut Medienberichten verhandelt der Konzern mit der US-Ikone Macy's über eine Übernahme.

Die Kaufhaus-Ikone leidet schon länger unter der starken Konkurrenz der Internet-Händler. Reuters, Sascha Rheker

Macy's am Herald Square

Die Kaufhaus-Ikone leidet schon länger unter der starken Konkurrenz der Internet-Händler.

New YorkDer kanadische Einzelhändler Hudson's Bay verhandelt mit der wirtschaftlich angeschlagenen US-Kaufhauskette Macy's über eine Übernahme. Das berichten das „Wall Street Journal“ und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Gespräche seien allerdings noch in einem frühen Stadium, schreibt das „Wall Street Journal“. Zudem seien andere Optionen für eine Kooperation denkbar, etwa eine Übernahme der Macy's-Immobilien. Die Macy's-Aktie sprang nach Bekanntwerden der Nachricht um mehr als 7,8 Prozent nach oben. Papiere von Hudson's Bay stiegen in Toronto um mehr als zwei Prozent.

Hudson's Bay hatte in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Übernahmen Schlagzeilen gemacht. So gehört etwa die US-Modekette Saks Fifth Avenue zum Konzern. 2015 hatten die Kanadier die deutsche Warenhauskette Kaufhof nach einem langen Poker für rund 2,8 Milliarden Euro vom Metro-Konzern gekauft. An der Börse ist Hudson's Bay allerdings laut „WSJ“ nur 1,4 Milliarden Dollar wert, Macy's dagegen 9,8 Milliarden. Die Kanadier müssten sich also für eine Komplettübernahme hoch verschulden.

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Für die US-Kaufhauskette Macy's beginnt das Jahr mit schlechten Neuigkeiten: Nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft werden massiv Stellen gestrichen und Filialen geschlossen. Die Aktie reagiert sofort.

Macy's hatte Anfang Januar nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft angekündigt, mehr als 10.000 Stellen zu streichen. Zudem kürzte das Management die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, das die Schließung von 100 der zuletzt 730 Filialen, Verkäufe von Immobilien in Konzernbesitz und Umstrukturierungen von Geschäftsbereichen umfasst.

Die US-Shopping-Ikone Macy's, gegründet 1858, ist nicht zuletzt für ihre New Yorker Flaggschiff-Filiale am Herald Square weltberühmt. Doch das Unternehmen leidet wie der gesamte klassische Einzelhandel unter verschärfter Konkurrenz durch Online-Rivalen wie Amazon. Der Konzern, zu dem auch die Luxuskette Bloomingdale's gehört, versucht schon länger, mit Stellenabbau und Filialschließungen dagegenzuhalten. Im Laufe dieses Jahres soll zudem der langjährige Vorstandschef Terry Lundgren seinen Posten abgeben.

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