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17.03.2016

19:25 Uhr

„Hyperadapt“-Schuh von Nike

Wenn sogar Ronaldo mal sprachlos ist

VonAstrid Dörner

Mit einem sensorgesteuerten Schuh will Nike die Tür zu einer neuen Sport-Ära aufstoßen. Der „Hyperadapt“ soll nicht nur Athleten zu Höchstleistungen treiben, sondern auch Adidas und Under Armour auf Abstand halten.

Vorstandschef Mark Parker will die Konkurrenten mit neuer Technik auf Distanz halten. AP

Nike-Schuh „Hyperadapt“

Vorstandschef Mark Parker will die Konkurrenten mit neuer Technik auf Distanz halten.

New YorkCristiano Ronaldo weiß nicht, wie ihm geschieht. Gerade ist sein Fuß in den neuen Turnschuh von Nike eingetaucht, da schmiegt sich der Schuh mit einem leisen Surren um den Knöchel – nicht zu fest, nicht zu locker, genau richtig.

„Das ist verrückt“, grinst der Profi-Fußballer von Real Madrid, der als erster Sportler den neuen Schuh mit den automatischen Schnürsenkeln ausprobieren darf und den Moment mit seinen 41 Millionen Fans auf Twitter teilt.

„Hyperadapt 1.0“ heißt der Schuh, den Nike-Chef Mark Parker am Mittwoch in New York vorgestellt hat. Es ist eine Anspielung auf die futuristischen Turnschuhe, die Marty McFly im Film „Zurück in die Zukunft“ trägt.

Nike-Markenchef Edwards: „Die Leute wollen nicht noch mehr Daten“

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Trevor Edwards ist der Markenchef von Nike. Der Manager über zu viel Technologie in Sportartikeln, die neuen matschfreien Fußball-Schuhe – und einen möglichen Ausrüstervertrag mit dem DFB.

Die Vision aus den 1980er-Jahren könnte künftig zu einem zentralen Merkmal von Nikes Schuhen werden, ähnlich wie die Flyknit-Technologie, die vor vier Jahren in einem einzigen Modell vorgestellt wurde und seitdem bei einer ganzen Reihe von Schuhen verwendet wird.

„Adaptive Produkte“ heißt das Stichwort, was so viel heißt, dass sich die Sportartikel dem Sportler anpassen werden. Der neue Schuh etwa hat Sensoren in der Sohle, die das Gewicht der Person und die Position des Fußes messen. Im Schuh eingewebte Stabilisatoren werden dann je nach Bedarf gestrafft, damit sich das Gewicht optimal über den ganzen Fuß verteilt. Einziger Nachteil: Der „Hyperadapt“ muss alle zwei Wochen an die Steckdose, damit die Batterien aufgeladen werden.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

„Wir sehen, wie eine Sport-Ära beginnt“, verkündet Parker, der auf Nikes Innovationsgipfel in New York eine ganze Reihe neuer Produkte vorstellt. „Personalized Performance“ nennt Parker die neue Ära, bei der sich alles um die individuellen Bedürfnisse der Sportler dreht und in der „Hyperadapt“ seinen Platz finden wird.

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